Wersten: Polizei räumt Hanfplantage an Kölner Landstraße ab

Wersten: Polizei räumt Hanfplantage an Kölner Landstraße ab

In einer Lagerhalle an der Kölner Landstraße, unweit zur Werstener Polizeiwache gelegen, ist am Mittwochmorgen eine Hanfplantage ausgehoben worden.

Mit Schutzmaske und Handschuhen ernteten Polizisten in zwei Spezialzelten in einer Halle 240 Pflanzen, die noch auf ihren THC-Gehalt untersucht werden müssen, bevor sie vernichtet werden. Die Wirkstoffmenge ist entscheidend für das Strafmaß, das den mutmaßlichen Cannabis-Züchter erwartet. Der 38-Jährige sitzt seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Auch ein mutmaßlicher Händler, der das Rauschgift bei ihm gekauft haben soll, wurde festgenommen.

Im Herbst hatten sich erste Verdachtsmomente auf eine Marihuana-Farm in der Werstener Lagerhalle ergeben. Im Fokus der Ermittlungen, die eine eigens eingerichtete Kommission "Lager" übernahm, stand der 38-Jährige, der bereits aus anderen Rauschgiftverfahren aktenkundig war, berichtete die Polizei gestern.

Diese Woche reichten die Erkenntnisse für eine Durchsuchung der Halle und einen Haftbefehl gegen den 38-Jährigen aus, der aktuell noch unter Bewährung stand. In welche Verfahren er involviert war und ob er auch mit anderen, im Stadtgebiet entdeckten Plantagen zu tun hatte, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Fest steht aber offenbar, dass die hochprofessionelle Zucht in Wersten bereits seit längerem betrieben wurde. Bei dem 57-Jährigen, der dem Plantagenbetreiber die Drogen abgekauft haben soll, stellte die Polizei größere Mengen an Bargeld sicher. Er hatte zudem Kokain bei sich, das ebenfalls beschlagnahmt wurde. Der Mann ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen gegen beide und mögliche Hintermänner dauern an, heißt es bei der Polizei weiter.

(RP)