„Smart Park & Ride“ im Provinzial-Parkhaus Pendler parken kostenlos - so ist das Projekt in Düsseldorf angelaufen

Düsseldorf · Seit Anfang Februar können Pendler kostenlos das Parkhaus in Wersten nutzen, um mit dem ÖPNV weiter in die Stadt zu fahren. Was die Stadt zu dem Pilotprojekt sagt.

 Auf Ebene P30 stehen jetzt Park & Ride-Parkplätze zu Verfügung.

Auf Ebene P30 stehen jetzt Park & Ride-Parkplätze zu Verfügung.

Foto: Ingo Lammert

Mit einem auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekt möchte die Stadt Düsseldorf Pendlern das Umsteigen auf den ÖPNV schmackhafter machen: Nach Registrierung können die Autos kostenlos in das Parkhaus der Provinzial an der Kölner Landstraße einfahren. Nach fast zwei Monaten Laufzeit zeigt sich die Stadt zufrieden: „Aktuell gibt es 447 registrierte Teilnehmende und bislang keinerlei Beschwerden.“ Ein Stadtsprecher erklärt, dass in der elften Kalenderwoche, also Mitte März, 104 Parkvorgänge registriert wurden. „Der überwiegende Anteil der Nutzenden hat das Angebot mehrfach in Anspruch genommen.“ Derzeit sei die Verwaltung dabei, eine differenzierte Nutzungsstatistik aufzubauen.

Auch die Provinzial zeigt sich zufrieden. Deren Pressestelle teilt mit: „Wir verzeichnen Woche für Woche weitere Registrierungen“. Man sei optimistisch, dass das Potenzial weiter ausgeschöpft werden könne – insbesondere im Hinblick auf kommende Veranstaltungen in Düsseldorf wie die Fußball-EM, den Japan-Tag oder die Rheinkirmes.

Das Angebot richtet sich an Inhaber eines ÖPNV-Abos, die dann direkt in Bus und Bahn umsteigen sollen. Unter der Woche stehen 250 Parkplätze zur Verfügung, am Wochenende, an Feiertagen und am Freitagabend sogar bis zu 900. So sollen auf Dauer die Autos in der Innenstadt weniger werden. Mit der Lage des Parkhauses ist ideal: Die Autobahnauf- und abfahrt liegt in unmittelbarer Nähe, ebenso wie die Rheinbahn-Haltestelle.

Das Konzept soll in Zukunft ausgebaut werden. Wie die Stadt mitteilt, ist geplant, vermehrt Vereinbarungen und Abstimmungen mit Gewerbe- und Immobilienbetreibern voranzutreiben. So sollen Parkangebote im privaten Raum zur Verfügung gestellt werden. Es gebe „einige zweckgebundene Parkanlagen, die ein hohes Flächenpotenzial für eine effizientere Nutzung bieten“, so der Sprecher.

Gemeint seien damit private Stellflächen, Parkplätze und Tiefgaragen beispielsweise von Supermärkten und Gewerbeimmobilien. Die Verwaltung betrachte in dem Zusammenhang Lärmemissionen und Baugenehmigungen, bereits jetzt seien erste Gespräche mit privaten Eigentümern aufgenommen, um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. „Auch Verhandlungen zur Umsetzung mit dem Lebensmitteleinzelhandel verlaufen positiv“, so der Sprecher.

(june)
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