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"Lounge Sieverding" im Hotel Stage 47 neu eröffnet

„Lounge Sieverding“ : „Der Raum soll eine Stimulanz liefern“

Die Zimmer im Hotel Stage 47 sind Berühmtheiten gewidmet - eine Hommage, die nun auch der Fotokünstlerin Katharina Sieverding zuteil wird.

Gespannt und auch mit einem leichten Schmunzeln hört sich Künstlerin Katharina Sieverding an, wen ein Gast auf dem großen Foto an der Wand in der „Lounge Sieverding“ im Hotel Stage 47 zu erkennen glaubt. Wer wirklich zu sehen ist, behält sie erst mal für sich, denn es macht ihr sichtlich Spaß, die Besucher rätseln zu hören.

Das Hotel Stage 47 an der Graf-Adolf-Straße, gleich über dem Savoy, ist bekannt dafür, dass es immer wieder Berühmtheiten wie Otto Sander, Jane Birkin oder auch Heike Makatsch beherbergt. Um seine Wertschätzung diesen Künstlern und Künstlerinnen gegenüber zu zeigen, hat Hotelier Hans-Günther Oepen jedes seiner Zimmer einem seiner Hotelgäste gewidmet. Manchmal muss auch ein Künstler aus Platzgründen wieder weichen, erzählt der Hotelier. „Wer, möchte ich nicht verraten. Nur soviel, gerade war es ein deutscher Musiker“, sagt er mit einem Lachen.

Nun hat auch Sieverding, die von Oepen sehr geschätzt wird, ihr eigenes Zimmer bekommen. Die bekannte Künstlerin hat 2018 mit ihrer rund 200 Meter langen Arbeit „Global Desire Bahnhofviertel Düsseldorf“ ein monumentales Kunstwerk im öffentlichen Raum geschaffen. Bei diesem Projekt haben sich der Hotelier und die Beuys-Meisterschülerin auch kennengelernt und seitdem immer wieder zusammengearbeitet. Jetzt wurde die „Lounge Sieverding“ im Rahmen des Projekts „Eine Straße“, welches sich mit der Zukunft der Innenstädte am Beispiel der Graf-Adolf-Straße beschäftigt, eingeweiht. Sieverding ist als Kuratorin an diesem Projekt beteiligt. Sie will mit jungen Künstlern öffentliche Werbeflächen mit Kunst füllen.

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Zurück zu dem Rätsel des Fotos in der „Lounge Sieverding“. Die Künstlerin hat ihres gemeinsam mit Markus Ambach, Mitgründer des Projektes „Eine Straße“,  ausgewählt. Das Foto zeigt nicht nur sie selbst. Die Künstlerin hat das Foto auch eigenhändig geschossen. „Es erinnert mich an meine End-60er-Jahre im Nachtleben von Düsseldorf“, sagt sie. Für Oepen erfüllt sich damit ein großer Traum. „Ich habe das Original im K20 gesehen und wollte es sofort haben. Der Preis war aber zu hoch für mich“, erzählt er.   

„Das Zimmer ist toll“, findet Sieverding. Irgendwann möchte sie mit ihrem Partner dort übernachten. Und auch ihren Kindern und Enkeln möchte sie den Raum gerne mal zeigen. „Es wäre schön, wenn der Enkel mal sieht, was Kunst so alles nach sich ziehen kann“, sagt sie. Allen Gästen in dem Zimmer wünscht die Künstlerin eine coole Nacht und viel Spaß. „Es geht mir in dem Raum nicht so sehr um mich selbst, sondern darum eine Art Stimulanz dafür zu liefern, wie es nach einer Nacht weitergeht.“