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Kö-Bogen in Düsseldorf: LED-Wand soll für Videokunst genutzt werden

Kultur in Düsseldorf : Kunst auf der LED-Wand am Kö-Bogen

Die Stadttochter Düsseldorf Marketing plant, den 112 Meter langen LED-Screen am Kö-Bogen II zu einem Pop-up-Museum zu machen. Dort sollen Videokunstproduktionen gezeigt werden – jeden Abend immer zur gleichen Zeit.

112 Meter lang und fünf Meter hoch ist die LED-Wand, die über den Geschäften im Kö-Bogen II entlang der Schadowstraße installiert werden soll. Abschnitte des Screens wurden bereits getestet, die meiste Zeit soll die Wand für Werbung genutzt werden. Kostenpflichtiger Inhalt Wann genau sie offiziell in Betrieb geht, ist offen, die Verhandlungen zwischen dem Projektentwickler, der Centrum-Gruppe, und der Stadt seien noch nicht abgeschlossen. Derzeit würde über Zeitkontingente für die Stadt gesprochen, die den Screen ebenfalls bespielen will, sagt Thorben Meier von Düsseldorf Marketing.

Konkret geht es um sechs von 16 Stunden, in denen die Stadt die Installation für Werbung oder Informationen etwa zum Coronavirus nutzen könnte. Angedacht war auch, auf dem Screen Veranstaltungen im Bereich Kunst und Kultur anzukündigen, jetzt soll die Wand selbst zum Ausstellungsort werden. Meier plant das erste Düsseldorfer Pop-up-Museum. Sobald die Wand installiert ist, soll auf ihr jeden Abend für drei Stunden Videokunst gezeigt werden.

„Wir sind noch in einem sehr frühen Stadium unserer Planungen“, sagt Meier, der erörtert, wie die Idee ankommt: „Bisher haben wir sehr viel Zuspruch bekommen.“ Er weiß, dass es gar nicht so einfach wird, das Format zu bespielen: „Die Wand hängt sehr hoch, sie ist hinter einer Glasscheibe und kann nie in Gänze betrachtet werden.“ Zwar seien diese Limitationen eine Herausforderung, in Gesprächen hat Meier aber herausgefunden, dass die Fläche relevant ist bei Künstlern.

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Begleitet wird das Projekt von der Stiftung Imai – dem Inter Media Art Institute. „Das sind Video-Experten“, sagt Meier, der selbst keine Erfahrung hat mit dieser Kunstform. Sobald die Planungen konkreter werden, will die Stadttochter Düsseldorf Marketing eine Art Kuratorium gründen, zu dem weitere Kulturschaffende gehören sollen wie die Kunstakademie, das NRW-Forum oder die Videokunstsammlerin Julia Stoschek.

Das Format soll eine Art Gegenpol werden zur Werbung, die über die riesigen Monitore flimmern. Damit es schnell Wiedererkennungswert bekommt, will Düsseldorf Marketing die LED-Wand sieben Tage die Woche immer am Abend zwischen 20 und 23 Uhr zum Pop-up-Museum umfunktionieren.

Das Kuratorium wird dann entweder Künstler beauftragen, die eigens für den Screen Videos produzieren, „das Imai hat aber auch eine Sammlung, die 3000 Videokunstproduktionen umfasst“, sagt Meier, der sich zudem vorstellen kann, dass sich Künstler bewerben, um eigene Projekte zu realisieren. Zeiten verkaufen darf die Stadt nicht, „aber wir dürfen Sponsoren suchen, die Arbeiten unterstützen“, erzählt Meier.