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Mütze und Schal für Pinguine in Hilden sollen bald verschwinden

Winterfeste Kleindung für Kunstwerke in Hilden : Mütze und Schal für Pinguine sollen bald verschwinden

Die Pinguine am gleichnamigen Brunnen an der Heiligenstraße tragen momentan – passend zum Wetter – Mütze und Schal. Die Stadt sieht das allerdings nicht so gerne.

Die Pinguine am Brunnen auf der kleinen Grünfläche zwischen Heiligen- und Kirchhofstraße tragen der Jahreszeit angepasst Mütze und Schal. Was bei Passanten für ein Lächeln sorgt und oft als Fotomotiv dient, sieht die Stadt nicht besonders gerne.

„Es handelt sich beim Pinguinbrunnen um ein Kunstwerk, und in der Tat sehen wir es nicht gern, wenn ein solches – wie auch immer – ohne Genehmigung des Künstlers oder der Künstlerin verziert wird“, erklärt Kulturamtsleiterin Eva Dämmer.

„Aus Respekt vor den Künstlerinnen und Künstlern sehen wir uns grundsätzlich in der Pflicht, Verzierungen oder Verunstaltungen zu entfernen.“ Deswegen werde die Stadt Schal und Mütze auch zeitnah beseitigen.

Seit 1987 stehen in dem kleinen, 1903 angelegten Park die Pinguine des Hildener Künstlers Hans-Peter Feddersen. Der Brunnen sprudelte ursprünglich an der Ecke Hochdahler-/Spindlerstraße. Dort sei er jedoch ständig Zerstörungen ausgesetzt gewesen, berichtete damals unsere Zeitung. Einer der Pinguine war sogar gestohlen worden. Die restlichen Bronzeplastiken wurden eingelagert, der Brunnen wurde eingeebnet. Die Pinguine sind Nachgüsse. Künstler Hans-Peter Feddersen stellte sie an dem neuen Standort persönlich auf.

(tobi)