Garath: Neuer Wochenmarkt in Garath Nord-Ost

Garath: Neuer Wochenmarkt in Garath Nord-Ost

Mittwochs gibt es nun im Nebenzentrum Stände mit Gemüse, Fisch, Wurst- und Fleischwaren.

Es sind vor allem ältere Menschen, die den ersten Markttag in der Fußgängerzone zwischen der Neustrelitzer Straße und der Kirche St. Theresia nutzen. Interessiert begutachten sie das Angebot. Viele wohnen seit Jahrzehnten in der Nachbarschaft. Im Nebenzentrum dominiert der Leerstand, die Nahversorgung mit Lebensmitteln liegt brach. "Hier war schon mal vor vielen Jahren ein Markt", erinnert sich eine Passantin. Eine andere Dame freut sich, dass sie mit ihrem Rollator nicht mehr bis zum Markt an der Freizeitstätte in Garath laufen muss. "Jetzt brauchen wir für Kleinigkeiten nicht mehr weit gehen und haben diese vor der Tür", sagt sie.

Die ersten Besucher schauen, greifen zu und nehmen kleine Mengen mit. Drei Marktbeschicker sind zum ersten Markttag in Garath Nord-Ost gekommen. Neben Obst- und Gemüse gibt es Fisch sowie Fleisch und Wurstwaren. "Heute ist der erste Tag. Erfahrungsgemäß ist da noch wenig los und es werden eher Kleinigkeiten gekauft", sagt Fischhändler Max Schaufenberg. Er hofft, dass sich der neue Markttag mittwochs von 9 bis 13 Uhr durchsetzt, denn er hat dafür seinen Standort in Köln erst einmal aufgegeben. Donnerstags steht er schon regelmäßig in Garath Süd-West. Dort hat sich der Markttag mittlerweile gut etabliert.

Isabel Traeger, die als Kirchenmusikerin in Garath und Hellerhof tätig ist, schaut auch vorbei: "Das ist doch eine gute Sache, dass man hier frische Sachen einkaufen kann", sagt sie. Holger Jöhren bietet Fleisch- und Wurstwaren an. SeineProdukte stammen aus einem kleinen Familienbetrieb: "Die Mettwürstchen sind der Renner. Die Kunden mögen es, dass wir besonders würzen", sagt er. Er schätzt die Zusammenarbeit mit den Kollegen von den anderen Ständen, sie kennen sich bereits alle aus Garath Süd-West.

Dem Einsatz der BIG (Bürger- und Interessengemeinschaft Garath) unter Federführung ihres Vorsitzenden Fred Puck und der Bezirksverwaltungsstelle 10 sind die neuen Lösungen für die Nahversorgung in den Nebenzentren zu verdanken. Bezirksverwaltungschef Uwe Sandt kam auf die Idee, den Markt von Süd-West mittwochs nach Nord-Ost zu holen. Die Markthändler waren davon begeistert. Mit von der Partie ist auch Karin van der Varst mit ihrem Obst- und Gemüsestand. "Die Leute müssen dann nicht mehr so weit laufen und es ist gemütlich hier", sagt sie.

Einen Bäcker und einen Käsestand wünschen sich die Besucher noch. Auch die Marktbeschicker hoffen auf weitere Kollegen. SPD-Ratsherr Jürgen Bohrmann sagt bei seinem Besuch: "Ich bin überzeugt davon, dass es hier gut läuft."

(sime)