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Corona-Auflagen: Welche Märkte im Erkelenzer Land trotzdem stattfinden

In Erkelenz, Hückelhoven, Wegberg und Wassenberg : Diese Auswirkungen hat Corona auf Märkte

Die Corona-Pandemie hat weiterhin Auswirkungen auf die Märkte und Veranstaltungen in Erkelenz, Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg. Die Veranstalter müssen mit Planungsunsicherheiten leben. Ein Überblick.

Die wieder steigenden Inzidenzwerte und zunehmend strengeren Corona-Auflagen bereiten auch den Veranstaltern im Erkelenzer Land mit Blick auf die Planungssicherheit für die nächsten Monate sorgen. Das gilt auch für größere Einzelveranstaltungen und die normalen Wochenmärkte in Erkelenz, Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg. So ist die aktuelle Lage in den vier Städten des Erkelenzer Landes.

Erkelenz Die beiden Wochenmärkte in Erkelenz blieben von der Pandemie bislang weitgehend unberührt. Der kleine Markt dienstags und der große Markt freitags fanden auch während des Lockdowns durchgehend statt – auf und rund um den Marktplatz gilt an Markttagen Maskenpflicht. In Zeiten des harten Lockdowns, als auch sämtliche Geschäfte, schließen mussten die keine Lebensmittel anboten, durften solche Händler auch nicht auf dem Markt stehen – seit einigen Monaten ist auf dem Erkelenzer Markt aber wieder alles beim Alten. Bis auf den Standort: Wie der Stadtrat zum Beginn der Sommersaison beschloss, steht der Markt bis auf Weiteres in leicht veränderter Formation dort, wo normalerweise der Parkplatz am Markt ist. Auf diese Weise soll den durch die Pandemie finanziell gebeutelten Gastwirten mehr Fläche für Außengastronomie gewährt werden.

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Hückelhoven Auch der Hückelhovener Wochenmarkt musste während der Pandemie zumindest nicht ausfallen. Jeden Freitag werden von 8 bis 12.30 Uhr rund um das Rathaus die Stände aufgebaut, die neben Lebensmitteln auch andere Dinge wie etwa Textilien, Gürtel und Taschen zum Kauf anbieten. Die ehemalige Zechenstadt hat zudem einen Tuch- und Stoffmarkt im Repertoire. Im vergangenen Jahr im Februar fand der Deutsch-Holländische Stoffmarkt zum bis dato letzten Mal statt. Unter dem Motto „Lass die Nähmaschine glühen“ präsentierten sich die Aussteller auf dem Breteuilplatz. In diesem Jahr konnte der beliebte Markt aufgrund der Corona-Pandemie und des Lockdowns nicht durchgeführt werden. „Die nächste Auflage ist für das kommende Frühjahr schon in der Planung“, versichert Carsten Forg, Geschäftsführer der Stadtmarketing Hückelhoven GmbH. Im kommenden Herbst möchte die Stadt Hückelhoven zudem eine Art Street-Food-Festival mit diversen Food-Trucks ausrichten, die Planungen in dieser Richtung laufen bereits, noch steht der Termin allerdings nicht fest.

Wassenberg Der Abendmarkt auf dem Roßtorplatz, der zwischen April und Oktober an jedem ersten Freitagabend im Monat von 17 bis 21 Uhr stattfand, hat sich in der Zeit vor Corona einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Die ortsansässigen Gastronomen boten in gemütlicher Atmosphäre ihre Produkte wie selbst gebrautes Bier an und luden zu einem kulinarischen Spaziergang im historischen Ambiente auf den Roßtorplatz ein. Besucher konnten sich außerdem ihren Einkaufskorb mit regionalen Köstlichkeiten wie frischem Gemüse, knackigem Obst oder hausgemachter Marmelade und edlen Likören füllen. Seit Beginn der Corona-Krise wurden die Abendmärkte in Wassenberg abgesagt. Das gilt bis heute und wird voraussichtlich auch für den Monat August gelten, auch wenn diesbezüglich noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist. „Wir hoffen, dass wir vielleicht im September und Oktober den Abendmarkt wieder anbieten können, aber das müssen wir abwarten“, sagt Jürgen Laaser von der Kultur und Heimatpflege Wassenberg gGmbH. Da der Abendmarkt sehr gut besucht war, sei es kompliziert, jederzeit die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln gewährleisten zu können, dazu müssten auch Kontrollstellen eingerichtet werden. Abgesagt wurde in der Corona-Krise auch der große Schlemmermarkt Rhein-Maas, bei dem am zweiten August-Wochenende Top-Köche aus der Region den Besuchern erlesene Spezialitäten aus Küche und Keller servierten. Auch in diesem Jahr wird der Schlemmermarkt in Wassenberg nicht stattfinden.

Wegberg Weil der klassische Wochenmarkt kaum noch Besucher in die Innenstadt lockte, hat sich die Stadt Wegberg in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Wegberger Innenstadt Entwicklung BIWIE ein neues Konzept für den Mühlenmarkt Wegberg einfallen lassen. Trotz schwierigster Bedingungen zu Beginn der Corona-Krise gelang es den Initiatorinnen, einen gelungenen Wochenmarkt auf die Beine zu stellen. In Wegberg bieten jeden Freitag von 15 bis 18.30 Uhr regionale Marktbeschicker ihre Produkte an, das Ordnungsamt kontrolliert, dass die jeweils geltenden Abstands- und Hygienebedingungen eingehalten werden.