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Neue Heimat für 120 Jahre alte Rose an der Brunnenstraße Düsseldorf

Gartenmeister aus Düsseldorf : 120 Jahre alter Rosenstrauch vor dem Abfall gerettet

Der hochbetagte Strauch lag schon im Müllcontainer. Ein Gartenmeister im Ruhestand rettete die Blume und pflanzte sie in einen Kübel.

Im nächsten Jahr wird an der Brunnenstraße erstmals ein 120 Jahre alter Rosenstrauch blühen – jedenfalls, wenn er sich in den kommenden Wochen und Monaten wohlfühlt an seinem neuen Heimatort. Der ist nun ein großer Blumenkübel, der an der Brunnenstraße vor dem Unverpackt-Laden Pure Note auf dem Bürgersteig steht. „Ich habe den Rosenstrauch an der Himmelgeister Straße schon im vergangenen Sommer rosa blühen sehen und mich in ihn verliebt“, sagt Christian Krüger. Er ist Gartenmeister im Ruhestand und hat lange im Botanischen Garten der Universität gearbeitet. Sein Fachwissen erlaubte es ihm, die Rose auf ein Alter von 120 Jahre zu schätzen.

Vor einigen Wochen dann hat Krüger gesehen, dass der fast zwei Meter hohe Strauch entwurzelt in einem Abfallcontainer lag. Handwerker hatten die Pflanze aus der Erde entfernt, um an die Stelle eine Ladestation für E-Fahrzeuge zu bauen. Da hat Krüger nicht lange gezögert und transportierte die Rose an die Brunnenstraße. Dort nämlich pflegt der 68-Jährige schon lange die Pflanzen der anliegenden Geschäfte. Der große Blumentopf und das hochwertige Gemisch aus verschiedenen Erdsorten wurden vom Botanischen Garten gestiftet und teils zugekauft.

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Das Eintopfen kürzlich war aufwendig. Einige Nachbarn halfen mit, die Pflanze in den Kübel zu hieven, die Erde einzufüllen und den Stamm mit mehreren Holzlatten und Seilen zu stützen.

Nun steht der Rosenbusch noch etwas schmucklos auf dem Bürgersteig. Die Wurzeln müssen sich ihre Nährstoffe in der Erde suchen und festwachsen. Wenn alles gut geht, wird der Busch im kommenden Jahr die Anwohner, Passanten und Geschäftsleute mit zahlreichen rosa Blüten erfreuen. „Sicher ist das nicht“, sagt Christian Krüger. Pflanzen seien wie Menschen – manchmal eben unberechenbar. „Aber ich werde den Strauch aufmerksam beobachten und pflegen“, sagt Krüger.