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Brunnenstraße in Düsseldorf soll ohne Parkplätze schöner werden

Stadtleben in Düsseldorf : Viele Ideen für eine bessere Brunnenstraße

Viele individuelle Geschäfte, ein Kino und kreative Künstler: Die Brunnenstraße ist eine besondere Straße. Die Anlieger haben nun Vorschläge gemacht, um für die Zukunft gut dazustehen. Unter anderem sollen die Parkplätze wegfallen.

Um die Einkaufsstraße attraktiver zu machen und einige Probleme zu beseitigen, trafen sich kürzlich viele Geschäftsleute mit Vertretern aus der Politik.

„Die Brunnenstraße hat großes Potenzial“, sagte Marcel Clemens vom Unverpacktladen Pure Note. Es brauche jedoch Arbeit, die Straße nach der Corona-Krise zukunftssicher zu machen und zum Beispiel dem Online-Handel etwas entgegen zu setzen. Mehr Grün zum Beispiel würde die Attraktivität der Straße erhöhen. Durch die Bepflanzung von Baumscheiben und das Aufstellen von Pflanzenkübeln hätten die Händler bereits alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Das Ziel der Händler ist, Anwohner, Kindertagesstätten und Schulen zu überzeugen, sich der Pflanzenpflege anzunehmen. „Das würde die Gemeinschaft im Viertel stärken und helfen, die Stadt in heißen Sommer etwas zu kühlen“, sagt Marcel Clemens.

Für die Gastronomen an der Brunnenstraße sind die beschränkten Außenflächen ein Problem. Auf dem ohnehin schmalen Bürgersteig haben nur wenige Tische Platz. Die anliegenden Händler sind sich einig, dass für mehr Sitzflächen die Pkw-Parkflächen genutzt werden sollen. „Wir beobachten hier einen Parktourismus“, sagt Clemens. An den Nummernschildern sei zu sehen, dass die Besucher von auswärts kommen, um jedoch in den Düsseldorf-Arkaden einzukaufen. Anwohner der Brunnenstraße hätte nur selten ein Auto oder wenn doch, einen Stellplatz gemietet. „Wenn wir den Parkraum in Gastroflächen umwandeln oder auch in freie Aufenthaltsmöglichkeiten mit Bänken oder Spielgeräten, wird dies der Brunnenstraße erheblichen Bonus geben.“ Ohne ein- und ausparkende Autos würde auch die Straßenbahn besser vorankommen und statt Parkplätze wären Fahrradspuren für beide Richtungen möglich. Den Radler würden zahlreich auf dem Bürgersteig fahren, was mit den Passanten und den Gästen der Gastronomie immer wieder zu Konflikten führt. Um den Fahrradverkehr zu unterstützen, wären mehr Fahrradständer wünschenswert. Die bereits aufgebauten Abstellmöglichkeiten wären nicht ausreichend.

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Nico Elze vom Filmkunstkino Metropol betonte, dass die Geschäftsanlieger ein Problem mit ihren Lieferanten haben. „Wir brauchen gekennzeichnete Flächen für Lieferfahrzeuge“, sagt er. Und Klaus Rosskothen, Inhaber der Galerie Pretty Portal, schlug vor, die Brunnenstraße mit mehr Street Art zu gestalten. „So können wir die Straße als Open-Air-Galerie etablieren“, sagte er.

„Wir unterstützen gern die Ideen der Händlergemeinschaft“, sagte Marko Siegesmund (SPD), zweiter stellvertretender Bürgermeister des Stadtbezirks 3. Und Bürgermeister Dietmar Wolf (Grüne) versprach, mit Verantwortlichen beim Verkehrs- und Gartenamt zu sprechen. Gemeinsam kann es eine weitere Begehung geben, um die Umgestaltung der Straße voranzutreiben. „Die Liste der Straßen, die nach Umbau schreien, ist aber lang“, sagt Marko Siegesmund jedoch.