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Düsseldorf-Benrath: Mit 73 Jahren noch immer die Schnellste

Lauftreff Düsseldorf-Süd : Mit 73 Jahren noch immer die Schnellste

Für Brigitte Zschörnick gehört Bewegung zum Leben. Auch wenn sie keinen Marathon mehr läuft, ist sie bei den Vereinsmeisterschaften des Lauftreffs Düsseldorf-Süd immer dabei. In ihrer Klasse macht ihr niemand etwas vor.

Brigitte Zschörnick ist mal wieder die Schnellste gewesen. Wie bereits 2018 sicherte sich die Benrather Joggerin nun auch 2021 bei der Vereinsmeisterschaft des Lauftreffs Düsseldorf-Süd den ersten Platz – und das im Alter von 73 Jahren. Esther Kellner, ihre 49-jährige Titel-Konkurrentin, bewältigte die Fünf-Kilometer-Strecke durch den Benrather Forst zwar in deutlich kürzerer Zeit, doch angesichts der beim Lauftreff geltenden Altersausgleichsregel musste sich die Jüngere mit Platz zwei begnügen. „Mit Zeitgutschriften für Ältere würdigen wir deren besondere Leistung im direkten Vergleich mit jüngeren Teilnehmern“, erklärt Lauftreff-Mitglied Reinhold Schäfer.

Siege erlaufen, Urkunden, Medaillen und Pokale sammeln – das ist für Brigitte Zschörnick im Laufe vieler bewegter Jahre zur Gewohnheit geworden. „Laufen liegt bei mir in den Genen“, behauptet sie mit Blick auf ihr sportliches Elternpaar: Ihr Vater war als Langstreckenläufer, ihre Mutter als Turnerin aktiv. Die Freude am Laufen treibt die Düsseldorferin, die ihre Kindheit in Grafenberg und ihre Jugend in Gerresheim verbracht hat und seit nunmehr 39 Jahren in Benrath wohnt, bis ins Seniorenalter an. „Ich war nie ohne Bewegung“, erzählt sie. Außer Laufen gehört Skisport auf Abfahrtpisten in Österreich oder der Schweiz zu ihrem Bewegungsrepertoire.

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Stolz ist Brigitte Zschörnick darauf, dass auch Sohn Alex und Schwiegertochter Bianca Spaß am Laufen finden und sich ihre Enkel Ben beim Fußball und Leni beim Klettern ebenfalls höchst bewegungsfreudig zeigen. „Bewegung und Ernährung können uns Menschen bis ins hohe Alter fit halten“, schließt sie sich dem allseits bekannten Rat der Ärzte an. Schließlich habe sie dies am eigenen Leib erfahren und eigene gesundheitliche Probleme mit genau dieser Lebensweise gut in den Griff bekommen.

Höhepunkt ihrer langen Laufkarriere ist der Berlin-Marathon gewesen, an dem Brigitte Zschörnick zweimal teilgenommen hat, 1989 vor und 1990 nach der Wende. Insbesondere den Lauf nach dem Mauerfall wird sie niemals vergessen, als die Strecke durch das freie Brandenburger Tor führte und die Läuferschar beim Start weiße Luftballons in den Himmel steigen ließ. „Das war ein bewegender Moment“, erinnert sie sich.

Neben der Sportlichkeit ist bürgerschaftliches Engagement für die 73-Jährige ein wichtiger Teil ihrer praktizierten Lebensphilosophie. Ob das Projekt Mehrgenerationen-Spielplatz an der Silcher-/Flotowstraße oder „Sport für Senioren“ an Sportgeräten – dort immer weiß Brigitte Zschörnik ganz geschickt, die notwendigen Hebel in Bewegung zu setzen, um ihre guten Ideen für die Allgemeinheit in die Tat umzusetzen. Längst hat sie ein neues Vorhaben auf den Weg gebracht, über das hier nur so viel verraten werden soll: Es geht darum, dass sich Kinder an der Umwelterhaltung praktisch beteiligen.