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Rundgang zu den Gaslaternen in Düsseldorf Benrath.

Tag des Offenen Denkmals : Historische Gaslichter in Benrath

Beim Tag des offenen Denkmals wurde ein Rundgang zu den Gaslaternen der Stadt angeboten. Dabei erfuhren die Teilnehmer viel Erstaunliches.

Ob wohl die Benrather wissen, dass sich quasi rund um ihr Rathaus gleich vier Gaslaternen aus unterschiedlichen Epochen versammeln? Von der ursprünglichen Absicht, dieses historische Equipment durch Elektrik zu ersetzen, bis hin zum Denkmalschutz für 10.000 Gas-Leuchten war es ein langer, hart umkämpfter Weg. Diese junge Historie sollte am Sonntag eine Randnotiz sein. Sabine Lepsky von der Unteren Denkmalschutzbehörde hatte zum Tag des offenen Denkmals anderes im Sinn: vielfältige Details von der Technik der Gas-Lichter und ihrer Entwicklung bis hin zu beteiligten Industrie-Unternehmen und dem Stil.

In der Benrather Rathausstraße versammelten sich rund 20 Gäste wohl vor dem schönsten Laternen-Exemplar. Bei der „Alt-Düsseldorfer Leuchte“, die sich seit etwa 1840 im Stadtbild zeigt, stützt ein aufwändig verzierter Kandelaber die beiden Gaslampen. „Der Glühstrumpf besteht aus leichtem Baumwollgewebe und ist mit seltenen Erden getränkt. Damit abends das Licht gezündet werden konnte, musste der Gasdruck 15 Minuten lang erhöht werden“, greift Sabine Lepsky technische Details auf. Um die Ecke, an der Ansbacher Straße, steht eine sehr glatte, sehr nüchterne Variante allerdings mit einem Vorteil. „Hier hat die Traditions-Firma Mannesmann ein nahtloses Rohr als Standbein für die Leuchte geschaffen, dadurch gab es keinen Gasverlust mehr“, informiert Sabine Lepsky ihre Gäste. 5923 Exemplare gebe es davon noch auf Düsseldorf Straßen.

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Die nächste Variante in der Marbacher Straße zeichnet sich als erste mit einem ausladenden Bogen aus, der für die Ausleuchtung der Straße sorgt. An der Benrodestraße/Ecke Hospitalstraße steht das Model L 56 mit einem hohen langgestreckten Bügel. Mit acht Flammen weist diese Lampe ein hohes Leucht-Potential aus, das jedoch nicht ausgeschöpft wird. Sabine Lepsky erzählt, dass erst bei einer einzelnen Erfassung der Gaslichter erkannt wurde, wie unterschiedlich die Masten in Düsseldorf gestaltet sind.

Ein Teilnehmer fragt nach, ob die Leuchten statt mit Gas mit LED-Lampen ausgestattet werden können. „Das Gas ist Bestandteil des Denkmalschutzes“, erklärt Sabine Lepsky. Bei Beschädigung durch einen Unfall bestehe aber keine Gefahr, beruhigt sie, denn dann sei ja immer nur eine einzelne Laterne betroffen. Und zudem sei jede Laterne mit einem Absperrmechanismus ausgerüstet.

Knapp eine Stunde lang erfuhren die Teilnehmer viel Neues zu den alten Lichtern. Besucherin Birgit fand den Rundgang sehr informativ. „Eigentlich ist mein Vater der Interessierte, aber er konnte heute nicht mitkommen. Jetzt habe ich ihm vieles zu berichten, ich werde keine Gaslaterne mehr übersehen“, sagt sie und lacht.