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Benefiz-Versteigerung: Nur 120 000 Euro bei "Heartwork"-Auktion

Benefiz-Versteigerung : Nur 120 000 Euro bei "Heartwork"-Auktion

Die Erwartungen an die Kunst-Auktion Heartwork im Museum K21 waren groß. Mit gut 200 000 Euro rechnete Peter von der Forst, Geschäftsführer der Aids-Hilfe Düsseldorf, die zusammen mit ihrem Förderverein Heartbreaker die Versteigerung am Montag zum zwölften Mal organisierte.

Die Erwartungen an die Kunst-Auktion Heartwork im Museum K21 waren groß. Mit gut 200 000 Euro rechnete Peter von der Forst, Geschäftsführer der Aids-Hilfe Düsseldorf, die zusammen mit ihrem Förderverein Heartbreaker die Versteigerung am Montag zum zwölften Mal organisierte.

"Die Düsseldorfer Aids-Hilfe braucht 350000 Euro pro Jahr zusätzlich, um Hilfsprojekte weiterhin professionell durchführen zu können", sagte von der Forst zu Beginn im Gespräch mit Moderatorin Bettina Böttinger. "Einen Großteil dieser Summe erreichen wir jedes Jahr durch Heartwork." Mehr als 50 gespendete Bilder, Skulpturen und Fotoarbeiten waren im Angebot, unter anderem vom Alexander Basta, K.O. Götz, Stephan Kaluza, Hermann-Josef Kuhna, Otto Piene und Günther Uecker. Bettina Böttinger lobte die Spender. "Es gehört sich, im Laufe des Jahres ein solidarisches Zeichen zu setzen" sagt sie. "Solidarität ist der Klebstoff, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Das Team Heartbreaker leistet großartige Arbeit." Auktionator war Arno Verkade vom Auktionshaus Christie's. Schon im Laufe der Auktion wurde deutlich, dass die Bieter nicht so oft ihre Nummer als Zeichen ihres Gebots hoben wie erwartet. Viele Werke kamen nur wenig über ihr Startgebot hinaus. "Der Auktionator geht zu wenig auf die Qualität der Arbeiten ein", sagte eine Künstlerin, die unter den Zuschauern war und selbst ein Bild gespendet hatte.

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Zufrieden hingegen war Till Breckner von der Düsseldorfer Galerie Breckner. Er bot auf mehrere Kunstwerke, musste sich aber seinen Mitstreitern oft geschlagen geben. Letztlich freute er sich über die Seriegraphien von Imi Knoebel. "Diese Arbeit wollte ich unbedingt haben", sagte er. Startgebot lag bei 1000 Euro, der Endpreis lautete 4500 Euro. "Das ist ein ganz normaler Marktpreis", sagt er. Als nach fast drei Stunden das letzte Kunstwerk einen Käufer fand (nur für eine Arbeit bot niemand), hatte die Benefiz-Auktion Heartwork ihr hochgestecktes Ziel nicht erreicht. Der Gesamterlös beträgt 125 000 Euro. Peter von der Forst zeigte sich dennoch zufrieden. "Das ist eine Menge Geld", sagte er. "Steigerungen sind nicht jedes Jahr möglich. Wir hatten tolle Kunstwerke, auch, wenn sie weniger Geld gebracht haben als 2013."

Ein Großteil dieser Summe geht an "Frauen und ihre Familien", einem Projekt der Düsseldorfer Aids-Hilfe. "Von HIV betroffene Frauen können sich oft nur auf die Liebe ihrer Familie und auf die Unterstützung von Freunden verlassen", sagte Dorothee Achenbach, Schirmherren der Heartbreaker-Auktion. Wohl mit Blick auf ihre eigene Situation fügte sie hinzu: "Freunde und Familie helfen durch schwere Tage. Das habe ich in den vergangenen Monaten selbst erfahren."

Holger Lodahl

(RP)