Nachwuchs-Wettbewerb: Hyatt-Concierge will sich Auszeichnung aus Malaysia holen

Nachwuchs-Wettbewerb : Hyatt-Concierge will sich Auszeichnung aus Malaysia holen

Sie ist erst 26 Jahre alt – und steht vor einem wichtigen Wettbewerb: Sandra Bösemüller, seit zwei Jahren Concierge im Hyatt Hotel im Hafen, hat nächste Woche in Malaysia die Chance, sich gegen elf ihrer (männlichen) Kollegen aus den USA, England, Singapur, den Niederlanden oder Frankreich durchzusetzen und die weltbeste Jung-Concierge zu werden.

Sie ist erst 26 Jahre alt — und steht vor einem wichtigen Wettbewerb: Sandra Bösemüller, seit zwei Jahren Concierge im Hyatt Hotel im Hafen, hat nächste Woche in Malaysia die Chance, sich gegen elf ihrer (männlichen) Kollegen aus den USA, England, Singapur, den Niederlanden oder Frankreich durchzusetzen und die weltbeste Jung-Concierge zu werden.

Ausrichter des Wettbewerbs ist der internationale Berufsverband der Concierge, dessen Zeichen der zweifache Goldene Schlüssel (Les Clefs d'or) am Revers ist. Diese goldenen Schlüssel trägt auch Sandra Bösemüller schon, schließlich ist sie seit Jahren aktiv in der Vereinigung. Und hat sich erfolgreich in der Geschichte des Vereins verewigt: Sie hat — nach dem Beispiel anderer Bundesländer — die "NRW Concierge Academy" in Düsseldorf gegründet und betreut mit Kollegen aus anderen Fünf-Sterne-Hotels die Azubis, zeigt ihnen Düsseldorf, erklärt ihnen die Stadt, bringt ihnen Kultur und Gastronomie nahe.

Denn genau das ist der Job eines Concierge: dem Gast bei all seinen Fragen in allen Lebenslagen in einer fremden Stadt zu helfen und dabei immer diskret zu bleiben. Der eine braucht ein Auto, der andere einen Restaurant-Tipp, der nächste will seiner Freundin einen Heiratsantrag machen. Und dann ist die gebürtige Berlinerin in ihrem Element. Binnen weniger Minuten ein herzförmiges Lichtermeer aus Kerzen auf die Brücke am Hotel zu zaubern, gehört da noch zu den leichtesten Aufgaben.

Vier schriftliche Prüfungen hat sie für den Wettbewerb um den "Andy Pongco Award" bereits hinter sich, musste zahlreiche Fragen über Hotellerie und Ansprüche an eine Concierge beantworten. Was genau in Malaysia auf sie zukommt, weiß sie noch nicht. "Vermutlich Einzel-Interviews." Was sie dann anzieht, weiß sie auch noch nicht. "Vermutlich Business-Outfit — mal sehen, wie heiß es dort ist." Sie hofft, dass sie mit ihrer natürlichen, bodenständigen Art ihre männlichen Kollegen aus dem Rennen schlägt, um den Preis mit nach Düsseldorf zu nehmen.

(ak)
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