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Radevormwald: Die Sekundarschule hat die Durchführung von Schnelltests geübt

Bildung in Radevormwald : Sekundarschule bereitet Testungen vor

Die Sekundarschule hat die Durchführung von Schnelltests geübt. Sobald der Distanzunterricht wieder endet, werden die Schüler getestet.

Die Mitarbeiter der Sekundarschule in Radevormwald haben sich am Freitag auf die Rückkehr zum Präsenzunterricht vorbereitet. Vorerst geht der Distanzunterricht zwar weiter, aber das Kollegium von Schulleiterin Sandra Pahl plant voraus. Sobald ihre Schüler wieder in Kleingruppen in der Schule unterrichtet werden können, werden sie zwei Mal in der Woche einen Selbsttest durchführen, um sich auf eine Infektion mit dem Corona-Virus zu testen.

Wie die Selbsttests funktionieren und worauf die Schüler achten müssen, haben die Lehrerinnen und Lehrer in dieser Woche gelernt. Sie werden diejenigen sein, die das Durchführen der Schnelltests betreuen werden. „Die Schüler testen sich selber, aber brauchen natürlich Hilfe bei der Erklärung. Die Lehrer betreuen die Testungen, erklären die einzelnen Schritte und achten darauf, dass alles richtig abläuft und dokumentieren die Ergebnisse“, sagt Sandra Pahl. Die Schulleiterin traf sich am Freitag mit ihren Kollegen in der Sporthalle. Dort sollen in Zukunft auch die Neuntklässler der Schule die Selbsttests durchführen.

In den Klassenräumen will Sandra Pahl die Tests nicht durchführen. „In Absprache mit dem Gesundheitsamt habe ich entschieden, dass wir die Tests in kleinen Gruppen und in großen Räumen durchführen. Dann müssen wir, falls ein Test positiv ist, nicht die ganze Klasse in Quarantäne schicken. In die Klassenräume kommen also nur Schüler mit einem negativen Testergebnis.“ Geplant ist, dass die Neuntklässler in der Sporthalle und die anderen Jahrgangsstufen an anderen Stellen in und um das Schulgebäude getestet werden.

Die Selbsttests werden aber nicht nur von den Lehrern der Sekundarschule betreut, sondern auch von anderen Mitarbeitern. Die helfende Kräfte aus der Mensa, die im Moment geschlossen ist, sind mobilisiert worden. Katrin Reinhardt hat sich dazu bereit erklärt, bei den Selbsttests zu helfen. Die Mitarbeiterin der Mensa will das Schulteam bei dieser Herausforderung unterstützen. Ihren ersten Selbsttest führte sie am Freitag bei sich selber durch. „Wenn man selber geübt hat, kann man es den Schülern besser erklären“, sagt sie. Obwohl zu einem Corona-Selbsttest nur wenige Schritte gehören, gibt es einige Details, auf die geachtet werden müssen.

Sandra Pahl rechnet damit, dass die Testungen in den ersten Tagen viel Zeit in Anspruch nehmen werden. „Es werden Fragen und Schwierigkeiten auftreten, aber auch die Selbsttests werden relativ schnell zu einer neuen Normalität werden. Das wird sich einspielen“, sagt sie.

Dass sich alle Lehrer und weitere Kollegen der Sekundarschule bereit erklären, die Testungen zu betreuen, findet Sandra Pahl bemerkenswert. Trotz Sicherheitsvorkehrungen, wie Desinfektionsmittel, Einweghandschuhen und Masken, setzen sich die Helfer bei den Testungen einem höheren Infektionsrisiko aus. „Unsere Lehrer sind nicht geimpft und betreuen die Selbsttests trotzdem. Ich finde das muss anerkannt werden“, sagt Sandra Pahl.

Welcher Schüler wann getestet wurde, halten die Lehrer in Tabellen fest. Dort werden auch die Testergebnisse eingetragen. Fällt ein Schnelltest positiv aus, werden die Schüler an einen Kollegen vermittelt, der die nächsten Schritte betreut. „Wir wollen den Schülern vermitteln, dass ein positives Testergebnis kein Grund ist, um in Panik zu verfallen. Nach einem positiven Schnelltest folgt ein PCR-Test, der das Ergebnis überprüfen wird“, sagt Sandra Pahl. Bisher haben ihre Schüler und die Eltern gelassen auf die geplanten Schnelltests reagiert. Die Schüler, die sich nicht testen lassen, dürfen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Sandra Pahl erhofft sich von den Selbsttests einen gelasseneren Schulalltag. „Die Testergebnis werden uns Sicherheit geben und es uns erlauben unseren Schulalltag in einer entspannteren Atmosphäre zu gestalten.“