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Tennis: Rochusclub: Remis zum Schluss

Tennis : Rochusclub: Remis zum Schluss

Im letzten Saisonspiel in der Tennis-Bundesliga schafften die Düsseldorfer beim SV Wacker Burghausen ein 3:3 und beenden die Spielzeit damit auf Tabellenplatz fünf. Teamchef Detlev Irmler will derweil neue Sponsoren finden.

Auch am letzten Spieltag der Tennis-Bundesliga packte der Rochusclub wieder eine Überraschung aus - und auch dieses Mal war es eine positive. André Begemann und Martin Emmrich waren erneut die Führungsspieler und führten Lucius von Arnim und Maximilian Scheiter zu einem weiteren unerwarteten Punktgewinn. Nach dem 3:3 beim SV Wacker Burghausen beendeten die Düsseldorfer die Meisterschaftssaison 2012 auf einem hervorragenden fünften Tabellenplatz.

"Jetzt fahre ich erstmal acht Tage tauchen und entspanne mich. Dann geht es mit neuer Kraft daran, für die nächste Saison Sponsoren zu suchen", erklärte Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler. Die Erholung hat er sich auch wirklich redlich verdient, denn auch in Burghausen waren starke Nerven gefragt. Das unerwartete Unentschieden sicherten Begemann/Emmrich im allerletzten Match. Dabei brauchten sie wie üblich drei Sätze, machten es auch im Match-Tiebreak spannend, wehrten einen Matchball ab und gewannen schließlich knapp mit 11:9. "Ihre Nervenstärke ist beeindruckend", lobte Irmler. Das Paradedoppel des Rochusclubs bleibt damit in ihren acht gemeinsamen Auftritten ungeschlagen.

Bei Wacker überzeugte Begemann auch im Einzel. Der 28-jährige Düsseldorfer ist aktuell auf Weltranglistenposition 380 positioniert. Sein Burghausener Gegner, der Slowene Aljaz Bedene, ist die Nummer 79. Begemann aber ließ sich von der scheinbaren Unbezwingbarkeit seines Kontrahenten nicht einschüchtern - im Gegenteil. Er spielte taktisch klug, bestimmte oft die Ballwechsel und gewann das Spitzeneinzel bei den Bayern in drei Sätzen. "André hat ein exzellentes Einzel gespielt. Daraus hat er auch viel Energie für das Doppel geschöpft", lobte Irmler.

Er weiß auch, dass der Punktgewinn nur mit viel Glück zustande kam. Denn Wacker-Spieler Johannes Ager hatte buchstäblich das Pech auf seiner Seite. Der Österreicher zog sich nämlich beim Einspielen einen Bandscheibenvorfall zu und schenkte so Rochusclub-Akteur Lucius von Arnim den Sieg.

Daraufhin musste der Doppelspezialist Emmrich in Burghausen erneut im Einzel ran, unterlag aber am Ende. "Martin hat gut angefangen, aber dann ist ihm das Match aus der Hand entglitten. Das kann passieren, wenn man nicht so viel Erfahrung im Einzel hat", meinte der Teamchef hinterher verständnisvoll.

Emmrich kann dank seiner Erfahrung mit der Niederlage umgehen, aber dass Max Scheiter an Position vier spielend völlig eingebrochen ist, wird auch Irmler noch eine Weile beschäftigen. "Ich werde Zeit brauchen, um den Max wieder aufzurichten", erklärte er.

Bis zur nächsten Bundesligasaison hat der Teamchef gut elf Monate Zeit dazu.