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Tischtennis: Bronze für Boll - Talentschmiede Borussia

Tischtennis : Bronze für Boll - Talentschmiede Borussia

Mit einem Urschrei bricht es aus Timo Boll (Borussia) heraus. Der Jubelschrei des besten deutschen Tischtennisspielers ist noch nicht verhallt, da hebt ihn sein Mannschaftskollege Dimitrij Ovtcharov mit tatkräftiger Unterstützung von Bastian Steger und Bundestrainer Jörg Roßkopf in die Luft.

Das Quartett, in dem jeder schon das Borussen-Trikot angezogen hatte, feiert ausgelassen hüpfend die Bronzemedaille der Bundesdeutschen Tischtennis-Mannschaft bei den Olympischen Spielen in London. "Das war eine großartige Leistung und gibt dem Tischtennis neuen Schwung", freut sich Borussia-Manager Andreas Preuß. Boll und seine Teamkameraden hatten Hongkong im Spiel um Platz drei mit 3:1 geschlagen.

Der Medaillengewinn wurde in Düsseldorfer Strukturen erarbeitet. Denn das Deutsche Tischtennis Zentrum (DTTZ) ist am Staufenplatz beheimatet. Nicht nur die Borussen mit Boll trainieren hier, sondern auch Einzel-Bronzemedaillengewinner Dimitrij Ovtcharov, der inzwischen für Fakel Orenburg in Russland spielt. "Dort ist er aber vielleicht nur 40 Tage im Jahr. Er lebt und trainiert in Düsseldorf", erklärt Preuß.

Das DTTZ ist seit längerem schon die Keimzelle deutscher Tischtennis-Erfolge. Vor Ovtcharov gewann bereits Roßkopf bei Olympischen Spielen eine Einzelmedaille. Der heutige Bundestrainer erspielte sich 1996 in Atlanta ebenfalls den dritten Platz und ging sonst auch für Borussia an die Platte.

Inzwischen macht sich Preuß Gedanken über die zukünftige Dekoration im DTTZ. "Es gehört ein Bild von Dimitrij und eines vom deutschen Team ins Zentrum", verkündet Preuß. Und die würden dann neben dem Bild der Mannschaft hängen, die bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Silbermedaille errang. Zum deutschen Team in Asien gehörten Boll, Ovtcharov und Christian Süß - damals übrigens alle für die Borussia aktiv.