Rochusclub hat den Klassenerhalt sicher

Tennis : Rochusclub hat den Klassenerhalt sicher

Für die Mannschaft von Teamchef Detlev Irmler ist sogar noch die Vizemeisterschaft möglich.

Zwei Spieltage vor Ende der Saison 2018 in der ersten Tennis-Bundesliga sind für das Allpresan Rochusclub Bundesligateam Entscheidungen gefallen. Der Abstieg ist inzwischen auch rechnerisch unmöglich. Vier Punkte sind noch zu vergeben und und die Düsseldorfer haben mit 9:5 Punkten fünf Zähler Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz. Für den Rochusclub ist sogar die Vizemeisterschaft drin. „Es ist viel besser gelaufen als ich es gedacht habe“, freut sich Rochusclub Teamchef Detlev Irmler.

Genauso wie die Ligabegegnung mit dem Krefelder HTC Blau-Weiß. Die gewannen die Düsseldorfer auf heimischer Anlage mit 4:2. „Das lag an vielen Dingen, die mir Freude bereitet haben“, so Irmler. So stellte sich Jozef Kovalik (Weltrangliste 84) in den Dienst der Irmler-Truppe, Doppelspezialist Hans Podlipnik-Castillo (Doppel WR 68) bewies erneut erstaunliche Einzelkämpferqualitäten und Filip Horansky (WR 246) entwickelt sich immer mehr zum echten Tennisspieler.

„Hans ist die Überraschung der Saison. Es war gar nicht vorgesehen, dass er überhaupt ein Einzel spielt, und jetzt gewinnt er sogar die Hälfte seiner Einzelmatches“, freut sich Irmler. So wie gegen Krefeld, da war der 30-Jährige Chilene gegen Davide Galoppini (WR 520) jederzeit Herr auf dem Court. Gleiches gilt für Horansky. „Er hat sich vom Babyface zu einem aggressiven und selbstbestimmten Spieler entwickelt. Filip wird jetzt in der Weltrangliste nach oben klettern“, verspricht Irmler. In der Liga hatte Horansky jedenfalls keine Problem Federico Gaio (WR 223) zu bezwingen.

Deutlich schwieriger tat sich der „aufgehende Stern“ des Rochusclubs. Kovalik musste gegen Roberto Carballes-Baena (WR 84), also gegen einen dieser gefürchteten spanischen Sandplatzwühler ran. „Das wird ein hartes Match. Bei dieser Hitze wird wohl derjenige mit der besseren körperlichen Fitness und dem größeren Siegeswillen gewinnen“, hatte Kovalik kurz vor dem Match vermutet. Und so entwickelte sich ein zähes Ringen um jeden Punkt, mit dem glücklicheren Ende für Kovalik. Angefeuert von mehr als tausend Zuschauern und dem gesamten Rochsuclub-Team sicherte sich der Slowake im Match-Tiebreak den Sieg.

Damit waren drei von vier Einzel zur Beute der Düsseldorfer geworden. Weil aber Mats Moriang (WR 148) gegen Federico Gaio (WR 223) seinen ersten Liga-Misserfolg der Saison einstecken musste, fiel die Entscheidung über Sieg, Unentschieden oder Niederlage in den Doppelspielen. Und da trug Moraing an der Seite von Podlipnik-Castillo doch noch seinen Teil zum Rochusclub-Erfolg über Krefeld bei.

Ob die Düsseldorfer jetzt noch nach dem Vizemeistertitel greifen, ist unklar, denn der Etat ist bereits jetzt überstrapaziert. „Darüber mache ich mir später Gedanken, jetzt überwiegt erst einmal die Freude über die Leistungen und den Charakter in meiner Mannschaft und den bisherigen Verlauf der Saison“, so ein glücklich lächelnder Rochusclub-Teamchef.

Jozef Kovalik – Roberto Carballes-Baena 7:6 (7:3), 3:6, 10:6; Mats Moraing – AndreaCollarini 3:6, 4;6; Filip Horansky – Federico Gaio 6:3, 6:4; Hans Podlipnik-Castillo – Davide Galoppini 6:1, 6:3; Moraing/Sander Arends – Carballes-Baena/Collarini 4:6, 6:4, 11:13; Horansky/Podlipnik-Castillo – Gaio/Galoppini 6:2, 3:6, 10:8

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