Judo: Judo-Damen mit letztem Aufgebot

Judo : Judo-Damen mit letztem Aufgebot

Das Team des JC 71 hat vor der DM-Endrunde bei Titelverteidiger Backnang große personelle Probleme und ist krasser Außenseiter.

(tino) Das hatte sich Peter Schlatter anders vorgestellt. Der Trainer der Damenmannschaft des Judoclubs 71 (JC71) wollte mit seinen Frauen bei der Endrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft (3. November) bei Titelverteidiger TSG Backnang das Halbfinale erreichen und damit nach der Endrunden-Qualifikation ein weiteres Ausrufezeichen des Erstliga-Aufsteigers setzen. Aber Realist Schlatter sieht kaum Möglichkeiten den den Dritten der Bundesliga Süd, den JC Wiesbaden, auszuschalten. „Die letzte Woche war nicht erquickend. Was an Absagen bei mir eingegangen sind, ist unglaublich“, ärgert sich Schlatter. „Von unseren ganzen Ukrainerinnen und Polinnen kommt niemand. Damit fallen schon mal sieben Judoka aus.“

Erschwerend kommt hinzu, dass auch die niederländische Polizistin Mandy Tjokroatmo (bis 52 kg) Dienst hat, Arijana Peric (bis 78 kg) wegen Rückenproblemen nicht einsatzfähig ist, Lea Folkerts (über 78 kg) sich den Ellenbogen ausgekugelt hat, Mareike Reddig (bis 70 kg) eine Kreuzbandriss hat und die beiden Grigo-Sisters, Merle (bis 57 kg) und Delia (bis 63 kg), studienbedingt nicht zur Verfügung stehen. Den harten Gang gegen Wiesbaden nehmen Lena Ordelheide, Mira Ulrich, Miranda Wolfslag, Mareike Mangold, Julia Dorny, Luisa Thyssen, Mayan Schwarze, Sandra Damnitz und Annkathrin Schwarm in Angriff. Weil die Erwartungen nicht sonderlich hoch sind, versucht der JC71 wenigstens Geld zu sparen. Früh morgens geht es erst Richtung Stuttgart und abends bereits wieder zurück. „Wir werden cool bleiben und unser bestes geben“, verspricht der Trainer. „Jetzt ist unser Ziel, die Atmosphäre aufzusaugen, in eine Endrunde reinzuschnuppern und es nächstes Jahr besser zu machen.“

Mehr von RP ONLINE