Lokalsport: Die Damen des JC 71 haben die Endrunde im Visier

Lokalsport : Die Damen des JC 71 haben die Endrunde im Visier

Nach ihrem 10:4-Sieg haben die Düsseldorferinnen gute Chancen, um die Judo-Mannschaftsmeisterschaft mitzuspielen.

Das kann was werden mit der Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Judo-Mannschaftsmeisterschaft der Frauen für den Judoclub 71 (JC 71). Jedenfalls wenn man die souveräne Leistung der Düsseldorferinnen am vierten Kampftag der ersten Judo-Bundesliga Gruppe Nord zu Grunde legt. Mit 10:4 bezwang das JC 71-Team in der Sporthalle der Hulda-Pankok-Gesamtschule die Vertretung des MTV Vorsfelde aus Wolfsburg.

Teilweise überrumpelten die 71erinnen ihre oft überforderten Gegnerinnen. "Das war sehr stark, einfach überzeugend", freut sich JC 71-Trainer Peter Schlatter. "Nach dem Zwischenstand von 6:1 zur Halbzeit konnten wir auch die zweite Runde flexibler gestalten und einiges ausprobieren", sagte der Düsseldorfer.

In der Judo-Bundesliga kommt es an einem Kampftag zu zwei kompletten Durchgängen in den sieben Gewichtsklassen. In Runde zwei müssen mindestens zwei Judoka ausgetauscht werden, so dass pro Verein wenigstens neun Kämpferinnen eingesetzt werden müssen. Schlatter wechselte gegen Vorsfelde dreimal aus und ließ auch einige seiner Damen in höheren Gewichtsklassen antreten. "Ich wollte möglichst viele meiner Judoka einsetzen", so der Coach.

Weniger als eine Minute zum Sieg benötigten Mareike Mangold (bis 63 kg), Mira Ulrich (bis 48 kg), Mandy Tjokroatmo (bis 52 kg), erneut Tjokroatmo, die in der zweiten Runde in der Kategorie bis 57 kg antrat, Miranda Wolfslag (bis 63 kg) und erneut Ulrich diesmal in der 52 Kilo-Kategorie. "Manchmal geht es ganz schön schnell im Judo", meinte Schlatter zufrieden lächelnd, hatten "seine Mädels" doch sechs Siege im Schnelldurchgang auf die Anzeigetafel gezaubert. Im ersten Durchgang hatten sich Julia Dorny (bis 70 kg), Wolfslag (bis 57 kg), Lea Folkerts (über 78 kg) und Mayan Schwarze (bis 78 kg) etwas mehr Zeit genommen, ihre Vorsfelder Opponentin auf den Rücken zu zwingen.

Die meisten der "kleinen Experimente" des Trainers funktionierten, eines aber ging schief. Schlatter ließ in der Klasse über 78 Kilogramm die 68 Kilo schwere Julia Dorny gegen eine fast 30 Kilo schwerere Gegnerin antreten. Das ging nach 35 Sekunden in die Hose. "Wenn wir nicht so hoch geführt hätten, hätte ich wieder Lea Folkerts in der zweiten Runde für die offene Gewichtsklasse nominiert", stellt Schlatter klar. Am Ende hatte der JC 71 alles richtig gemacht und einen vorentscheidenden Erfolg zur DM-Endrundenqualifikation erzielt. Den deutlichen Sieg g feierten die JC-Mädels mit einem gemeinsamen Abendessen und dem Besuch des Feuerwerks beim Japantag.

Am 30. Juni geht es für den JC 71 in der Hulda-Pankok-Gesamschule gegen den Tabellendritten Stella Bevergern. Bei einem Sieg würden sich die Erstliga-Aufsteiger aus Düsseldorf in ihrer Premierensaison direkt als Nord-Zweiter für die Finalrunde im November qualifizieren.

(RP)
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