Lokalsport: Boll soll die Basis für den Titel legen

Lokalsport: Boll soll die Basis für den Titel legen

Heute um 15 Uhr beginnt das Finalrückspiel Borussias in der Tischtennis Champions League bei Fakel Orenburg. Nach dem 3:2-Sieg im Hinspiel haben die Düsseldorfer eine gute Chance - sofern ihre Nummer eins erneut groß aufspielt.

VON TINO HERMANNS

Danny Heister muss heute bis 14.30 Uhr noch einige knifflige Fragen beantworten und wichtige Entscheidungen treffen. Bis dahin muss Borussias Cheftrainer dem Schiedsgericht des heutigen Finalrückspiels (Beginn 15 Uhr) der Tischtennis Champions League zwischen dem TTC Fakel Orenburg und den Düsseldorfern seine Mannschaftsaufstellung mitgeteilt haben. Es gilt vor allem herauszufinden, ob Heister Anton Källberg (Weltrangliste/WR 83) oder Stefan Fegerl (WR 48) an den Tisch schicken wird. Timo Boll (3), der mit zwei Siegen entscheidenden Anteil am 3:2-Hinspielerfolg hatte, und Kristian Karlsson (18), der den dritten Düsseldorfer Erfolg beisteuerte, sind gesetzt.

Heister muss zudem entscheiden, ob Boll an Position zwei aufgeboten wird, um mit einem einkalkulierten Sieg gleich zum Auftakt den Druck auf Orenburg zu erhöhen. Dann würde Karlsson an die Spitzenposition rücken. Keine schlechte Option, denn der Schwede hat im Hinspiel bewiesen, dass er neben Dimitrij Ovtcharov (WR 2) durchaus auch Jun Mizutani (13) bezwingen kann. Gegen Orenburgs Japaner konnte Karlsson allerdings seinen Matchball nicht nutzen.

Schließlich müsste Borussias Trainer herausfinden, ob sein Kollege in Orenburger Diensten, Vladimir Endolov, den deutschen Nationalspieler Ovtcharov aufbietet. Im Hinspiel hatte "Dima" seine Partien gegen Boll und Karlsson glatt verloren. Aufgrund einer langwierigen Verletzung am Oberschenkelhals war Ovtcharov deutlich bewegungsgehemmt, nicht frei im Kopf und nach eigener Aussage lediglich ein Schatten seiner selbst. Sollte Endolov für seine nominelle Nummer eins Alexey Liventsov (WR 92) an den Tisch schicken, haben indes alle Borussen gute Erfolgsaussichten gegen ihn.

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Doch Orenburg hat ja noch die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste, Vladimir Samsonov. Dass "Vladi", inzwischen die Nummer 24 der Welt, es selbst im fortgeschrittenen Sportleralter von 42 Jahren versteht, exzellent mit Schläger und Plastikball umzugehen, musste Källberg zuletzt einsehen.

"Ich bin optimistisch, der Tisch ist gedeckt, trotzdem sind wir noch weit vom Ziel entfernt. Ich erwarte ein völlig offenes Spiel, denn Orenburg war in der Vergangenheit immer unglaublich heimstark", sagt Borussia-Manager Andreas Preuß. Auch die Spielern sind vorsichtig oprimistisch. "Wir sind in einer guten Verfassung und in der Lage, den Titel zu gewinnen", hatte Boll bereits vor dem Hinspiel gesagt.

"Wir haben noch nichts erreicht", warnt Heister jedoch. "Vor drei Jahren sind wir mit einem 3:1-Sieg im Rücken nach Russland geflogen und mit leeren Händen nach Hause gekommen. Das möchten wir nicht noch einmal erleben." Um genau das zu verhindern, weilt der Borussia-Tross bereits seit Dienstag in der Stadt am Ural. "Wir wollen uns optimal vorbereiten und nichts dem Zufall überlassen", betont Preuß.

Wer am Bildschirm mitfiebern möchte, kann die Begegnung ab 15 Uhr auf www.laola1.tv verfolgen. Der Zugang ist von PC oder Laptop gratis, mobile User benötigen einen Account.

(RP)
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