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Deutsches Fotoinstitut: Düsseldorf bringt Cluster ins Gespräch

Debatte ums Deutsche Fotoinstitut : Düsseldorf plädiert für zwei Standorte

In Essen ist die Freude groß, in Düsseldorf versucht man zu retten, was zu retten ist: Eine Studie im Auftrag der Bundesregierung spricht sich für das Ruhrgebiet als Standort des nationalen Instituts für Fotografie aus.

(dpa/los) Im Ringen um den Standort für das geplante Bundesinstitut für Fotografie hat die Stadt Düsseldorf ein „Cluster“ mit zwei Standorten ins Gespräch gebracht. Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie Essen als Standort favorisiert. Der Standort im Ruhrgebiet sei besser geeignet als Düsseldorf, heißt es in dem 82 Seiten umfassenden Papier.

Unterdessen zeigten sich die Stiftung Zollverein und das Ruhr Museum am Sonntag hocherfreut über das Ergebnis der Studie. Das Bundesinstitut für Fotografie soll auf dem Gelände des Unesco-Welterbes Zollverein entstehen. „Es gibt keinen passenderen Ort als das industrielle Welterbe Zollverein“, hieß es.

Es könnten zwei Institutionen entstehen, die gemeinsam ein Cluster für Fotografie in NRW bilden und eng miteinander kooperieren, hieß es dagegen in Düsseldorf. „Eine Kooperation der Landeshauptstadt Düsseldorf mit der Stadt Essen könnte wertvolle Synergien schaffen und Positionen und Ansätze der Fotografie gemeinsam zusammenführen und so ein breit aufgestelltes Cluster Fotografie mit internationaler Strahlkraft entwickeln“, so Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU).

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Sowohl das Rheinland als auch das Ruhrgebiet spielten in der Geschichte und Entwicklung der Fotografie eine bedeutende Rolle.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte gesagt, das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten sei zu dem klaren Ergebnis gekommen, das Institut in Essen zu realisieren. Das neue Institut soll unter anderem Nachlässe wichtiger Fotografen in Deutschland sichern. Die Kosten für das Bundesinstitut werden der Studie zufolge auf etwa 125 Millionen Euro beziffert. Es soll demnach 2027 fertiggestellt werden.

Essen will ein erweiterbares Grundstück auf dem Gelände der Zeche Zollverein zur Verfügung stellen. Düsseldorf hatte ein Grundstück in Rheinnähe am Ehrenhof zugesagt.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte bereits 2019 eine Machbarkeitsstudie für den Ehrenhof erstellt, die Grundlage dafür war, dass Bund und Land Mittel in Höhe von jeweils 41,5 Millionen Euro bereitstellten. In der Stellungnahme Kellers heißt es, dass Düsseldorf auf das Wort der NRW-Landesregierung vertraue und es einen fairen Ausgleich zwischen beiden Standorten geben werde.