Drei Stipendiaten der Arthena Foundation Kunst, aber gedruckt

Düsseldorf · Wichtiger Karriereschritt: Die Arthena Foundation unterstützt drei Künstlerinnen und Künstler bei der Publikation ihrer ersten Monografie.

 Die in Frankreich geborene Laure Catugier ist eine der drei Stipendiatinnen.

Die in Frankreich geborene Laure Catugier ist eine der drei Stipendiatinnen.

Foto: Manuel Abella

Das gedruckte Buch ist immer noch beliebt. Das besagt zumindest eine Umfrage von Bitkom aus dem vergangenen Jahr: Rund 80 Prozent der Befragten lesen nach wie vor analog. Dass das Buch als Medium auch in der Kunstwelt einen hohen Stellenwert hat, findet die Düsseldorfer Arthena Foundation. Sie unterstützt daher drei Künstlerinnen und Künstler bei der Publikation ihrer ersten Monografie.

Das Förderstipendium „Publish Now“ wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Die Namen der Gewinnerinnen und Gewinner: Laure Catugier, Jonna Hansen und Lino Heissenberg. Die drei Gewinner haben unterschiedliche Bildungswege durchlaufen. Laure Catugiers wurde 1982 in Toulouse geboren. Die bildende Künstlerin mit architektonischem Hintergrund erforscht die Vielfalt der globalen Nachkriegsarchitektur durch Residencies auf der ganzen Welt. Als Transfrau und Autistin hatte Jonna Hansen, geboren 1997 in Burglengenfeld, schon immer eine besondere Perspektive auf das, was gemeinhin als normal betrachtet wird. Ihre Kunst widmet sich der Konfrontation mit dem Abnormen. Die Arbeiten von Lino Heissenberg, geboren 1991 in Detmold, sind wiederum häufig interaktiv angelegt. Verkleidet als Video- und Brettspiele, Sammelkarten oder Regelhefte, laden sie zum spielerischen Mitwirken ein.

„Mit dieser Fördermaßnahme möchte die Stiftung Kunstschaffende in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen“, sagt die Vorstandsvorsitzende Monika Schnetkamp. „Wir gratulieren den Stipendiaten und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung der Publikationen. Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse.“ Das Medium Buch spiele weiterhin eine zentrale Rolle bei der Dokumentation, Archivierung und Vermittlung von Kunst. Und auch die erhöhte Nachfrage von Künstlerinnen und Künstlern nach Förderstrukturen für Publikationsprojekte richte sich immer noch stark danach. Das Buch bleibt eben unschlagbar, auch in der Kunst.

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