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Karneval 2021 in Düsseldorf: Karnevalsabsagen gehen an Rücklagen der Vereine

Karneval in Düsseldorf : Karnevalsabsagen gehen an Rücklagen der Vereine

Die Absagen erster Karnevalsveranstaltungen treffen die Vereine auch finanziell. Zwar haben viele von ihnen Rücklagen, doch ohne die Einnahmen der Sitzungen im kommenden Jahr könnte es bei einigen Karnevalsgesellschaften eng werden.

Die Absage der Karnevalsveranstaltungen trifft die Vereine auch in finanzieller Hinsicht. Nachdem die KG Regenbogen die komplette Session abgesagt hat, haben nun auch Weissfräcke, AVDK 1829 und die Große KG ihre Veranstaltung Frackzauber im November abgesagt, ebenso wie die Prinzengarde ihren Ball International, der im selben Monat stattfinden sollte.

„Dadurch entstehen uns schon einige Kosten“, berichtet Christoph Klose, erster Vorsitzender der Weissfräcke. Da man den Frackzauber zu dritt geplant habe, habe man jedoch das Risiko für die einzelnen Vereine minimiert.

Für den Veranstaltungsort müssen die Gesellschaften den Ausfall nicht bezahlen. Mit den Künstlern und den Anbietern für Technik habe man sich geeinigt, diese für den Frackzauber 2021 zu buchen und bereits jetzt einen kleinen Abschlag der Gage zu bezahlen. „Wir haben das Glück, dass wir noch Rücklagen aus den vergangenen Sessionen haben“, berichtet Klose.

Unklar ist aber noch, ob die große Prunksitzung und die Närrische Schiffstour der Weissfräcke im kommenden Jahr stattfinden können. Klose glaubt aktuell nicht daran. Die Veranstaltungsorte seien noch nicht fest gebucht, dafür aber die Künstler. Denen wolle man – sofern es zu einer Absage kommt – auch einen Alternativtermin in der Zukunft anbieten.

Eine finanzielle Entschädigung sei dagegen schwer. „Das würde uns überfordern“, so Klose. Die Rücklagen seien begrenzt, zudem würde bei einer Absage gleichzeitig ein Großteil der Einnahmen wegfallen.

Die Prinzengarde erwartet durch die Absage des Balls International keine Kosten, man habe sich mit allen Beteiligten auf eine Verschiebung ins kommende Jahr einigen können. Auch die Karten solle ihre Gültigkeit behalten.

An den Veranstaltungen im kommenden Jahr hält man aktuell noch fest, im Zweifel sollen diese im kleineren Rahmen stattfinden. Dann müsse man jedoch auch überlegen, die Programmpunkte entsprechend anzupassen, damit die Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen, berichtet Präsident Dirk Kemmer.

Die KG Regenbogen, die bereits die gesamte Session abgesagt hat, erwartet ebenfalls Verluste. „Da werden sicher einige Kosten anfallen“, sagt Sprecher Norman Sandrock. Je nach Verträgen mit den jeweiligen Künstler müssen beispielsweise Konventionalstrafen bezahlt werden.

Aber man versuche wie die anderen Gesellschaften, individuelle Lösungen für spätere Auftritte zu finden. „Wir kommen da noch mit einem blaue Auge davon“, sagt Sandrock in Hinblick auf die Rücklagen des Vereins.

Außerdem sei eine Absage immer noch günstiger, als die Sitzungen mit wenig Besuchern stattfinden zu lassen.