Düsseldorf: Rheinbad ab sofort mit Videoüberwachung

Konsequenz aus Freibad-Tumulten : Düsseldorfer Rheinbad ab sofort mit Videoüberwachung

Im Düsseldorfer Rheinbad wird es nach wiederholten Tumulten ab sofort Videoüberwachung geben. Das kündigte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) am Montag bei einer Pressekonferenz an.

Vor dem Krisengespräch nach wiederholten Tumulten im Düsseldorfer Rheinbad am Montagvormittag hat Oberbürgermeister Thomas Geisel auch ausländerrechtliche Konsequenzen ins Spiel gebracht.

Durch die neue Ausweispflicht in dem Schwimmbad nehme man nun die Personalien von Störern auf. Gegen die würden dann Verfahren eingeleitet, die „dann möglicherweise auch zu aufenthaltsbeendigenden Maßnahmen führen könnten“. Später ergänzte Geisel, dass diese „ausländerrechtlichen Konsequenzen“ die „zuständigen Behörden“ zu entscheiden hätten. Zunächst strebe man Ordnungswidrigkeitsverfahren und gegebenenfalls strafrechtliche Verfahren an.

Am Freitag musste das Rheinbad im Norden der Stadt zum dritten Mal innerhalb von vier Wochen wegen Ausschreitungen von Badegästen geräumt werden. Die per Notruf alarmierte Polizei schickte in der Sommerhitze etwa 1500 Besucher aus dem Becken und von den Wiesen nach Hause. Der Grund: Eine rund 60-köpfige Gruppe junger Männer hatte Sprungbrett und Rutsche in Beschlag genommen und andere Gäste nicht durchgelassen. Die Bademeister konnten sich nicht durchsetzen.

(top/dpa)
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