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"24 gute Taten": Adventskalender für das gute Gewissen

"24 gute Taten" : Adventskalender für das gute Gewissen

Jede gute Idee entsteht, weil jemand etwas vermisst. Das war bei dem Düsseldorfer Sebastian Wehkamp und seinem Adventskalender nicht anders. Vor zwei Jahren überlegte er, mit welchen Überraschungen er einen selbst gemachten Adventskalender füllen könnte.

"Da kam mir die Idee, gute Taten zu verschenken. Ich machte mich auf die Suche nach einem solchen Adventskalender und war sehr überrascht, dass es ihn noch gar nicht gab. Da dachte ich mir, dass man so etwas auch selber machen könnte", sagt der 31-Jährige. So erfand er den Adventskalender "24 Gute Taten", hinter dessen 24 Tüchen sich eben jeweils eine gute Tat verbirgt. Suppe für einen Obdachlosen in Bremen, 18 qm geschützter Regenwald in Guatemala und die Behandlung eines malariakranken Kindes in Afrika.

"Helfen macht glücklicher als Schokolade, besonders wenn es so einfach ist. Öffnet man morgens das Türchen unseres Kalenders, hat man direkt das Gefühl etwas erreicht zu haben. Da kann man auch den restlichen Tag nur Fernsehen", sagt Wehkamp. Das Besondere an Wehkamps Kalender: Man kann ihn nicht kaufen, vielmehr spendet man 24 Euro und der Kalender ist der Beleg dieser Spende, die man natürlich steuerlich absetzen kann.

Er hörte sich in seinem Freundeskreis um und fand schnell Menschen, die helfen wollten. "Ich glaube, dass viele Leute gerne spenden würden, aber Bedenken haben, ob das Geld wirklich ankommt oder effizient genutzt wird."

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Deshalb werden die unterstützten Projekte über ein dreistufiges Auswahlverfahren gefunden. Zunächst bewerben sich die Hilfsorganisationen. Die Mitglieder des Vereins prüfen sie dann und als letzte Instanz entscheidet ein unabhängiger Beirat über die Auswahl. "Mit den ausgewählten Organisationen schließen wir sehr genaue Verträge. Darin ist geregelt, dass wir regelmäßig Belege und Berichte zur Nutzung der Spenden erhalten. Wenn man sich auf unserer Internetseite anmeldet, erhält man diese auch per Newsletter." Die Mitglieder des Vereins sind jung und über den Globus verteilt, leben etwa in Frankreich,USA und China. Sebastian Kraus kümmert sich neben seinem Studium an der London School of Economics um den Internetauftritt des Vereins, Esther Altorfer ist die Expertin für die Finanzierung von erneuerbaren Energien und hat bereits für Hilfsorganisationen in Chile und China gearbeitet. Florentine Hopmeier, Politikwissenschaftsstudentin in Paris, verfasst die Texte für die Internetseite. "Immer sonntags treffen wir und um 17 Uhr und konferieren übers Netz. Wobei alle ehrenamtlich für den Verein arbeiten und noch voll berufstätig sind. Momentan ist es bei mir zumindest so, dass ich unter der Woche am Kalender arbeite und am Wochenende für meinen richtigen Job als Werbe-Regiesseur"

(jco)