1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile

Garath: Hell-Ga startet Projekte für starke Eltern

Garath : Hell-Ga startet Projekte für starke Eltern

Im Mehrgenerationenhaus können Eltern lernen, wie sie ihren Kindern bessere Bildungschancen ermöglichen.

Lilly steckt ihre kleine Faust in den Mund und reibt sich die Augen, nach einer intensiven Spielstunde mit Gleichaltrigen ist sie zufrieden und müde. Conny Breitkreuz sitzt mit ihrer kleinen Tochter im Mehrgenerationenhaus Hell-Ga an der Ricarda-Huch-Straße 3a in einer munteren Runde mit anderen Müttern. Sie ist begeistert von dem Angebot zur frühkindlichen Förderung.

Unter dem Stichwort "Früh übt sich, wer ein Meister werden will" engagiert sich Hell-Ga in Kooperation mit der "Paritätischen Akademie NRW-Familienbildung" für zwei Projekte, die – zunächst für zwei Jahre – vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert werden. "Elternstart NRW" und "Elternchance ist Kinderchance" richten sich an Eltern mit Kindern vom ersten bis zehnten Lebensjahr.

"Früher wurden Kleinkinder von der gesamten Familie erzogen. Das hat sich gesellschaftlich total verän- dert", erklärt Hell-Ga-Mitarbeiterin Rebecca Irwin zur Intention der beiden Projekte. Sie weiß, dass viele Mütter sich mit ihren Fragen zur Erziehung alleine fühlen. Immer den Arzt zurate ziehen oder gar eine Erziehungsberatung, das sei eine zu große Hemmschwelle. Hier setzt das Projekt "Elternstart-NRW" an: "Wir wollen uns auf Augenhöhe mit den Müttern austauschen und keine Vorträge halten", erklärt Irwin den Ansatz des Projekts.

  • Kleve : Mütter lernen spielerisch Deutsch
  • Deutsch-Café in Meerbusch : Mütter lernen mit ihren Kindern
  • Das „Bon Bon“ wird nicht weiter
    Nachfolge-Eventlocation für das Boui Boui : Das Bon Bon ist schon wieder Geschichte
  • Wer derzeit die Eisenbahnunterführung an der
    Schnellzug-Projekt RRX : Stadt und Bahn streiten sich über RRX-Brücke
  • Die Rheinuferpromenade in Kaiserswerth ist bei
    Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern : An der Rheinuferpromenade im Norden wird es eng bleiben
  • Ein mit Schlamm verschmiertes Plüschtier liegt
    Trauma-Bewältigung : Was Kinder in den Flut-Regionen jetzt brauchen

Einmal wöchentlich treffen sich Mütter mit ihren Kleinkindern zu einem einstündigen Programm mit anschließendem Frühstück. Ob Bewegungsspiele, Singen oder Übungen zur Motorik – es gilt die Entwicklung der Kinder spielerisch zu fördern. Ideen für die jeweiligen Inhalte kommen meist von den Müttern selbst, und während des gemeinsamen Spiels gibt es beim Austausch über Erziehungsfragen keinen "Leerlauf". Die Erkenntnis, dass andere Mütter dieselben Probleme haben oder das Erlebnis, mit eigenem Rat helfen zu können, stärkt die Kompetenz der Mütter und macht selbstbewusst.

Die Leiterin der Gruppe früh-kindliche Förderung, Ivona Wisch-meier, hat sich fachlich durch Fort-bildungen qualifiziert. "Doch zuerst bin ich Moderatorin", erklärt sie ihre vornehmliche Rolle. Wenn sie Rat gibt, dann vor allem als Mutter von drei Kindern – also mit einem reichen eigenen Erfahrungshintergrund.

Den nächsten Schritt für das zweite Projekt-Standbein "Elternstart – Kinderstart" sieht Diplom-Pädagogin Rebecca Irwin im Aufbau eines Bildungsnetzwerks für den Einzugsbereich. Es geht darum, Angebote zu bündeln, publik zu machen und miteinander zu vernetzten, um für die Eltern einen guten Überblick zu schaffen, damit die Kinder bessere Bildungschancen haben.

(RP)