18. Japan-Tag in Düsseldorf: Cosplayer machen den Japan-Tag bunt

18. Japan-Tag in Düsseldorf : Sehen und gesehen werden - Cosplayer machen den Japan-Tag bunt

Das war der Japan-Tag 2019

Japanische Kultur und Tradition hat am Samstag Hunderttausende nach Düsseldorf gelockt. Wie in jedem Jahr gehören die sogenannten Cosplayer zu den Attraktionen des Japan-Tages. Diese Fans der japanischen Kultur kostümieren sich mit großem Aufwand als Comic-Figuren.

Nina Burdyug gehörte zu den meist-fotografierten Modellen beim 18. Japantag in Düsseldorf. „Mehrere hundert Leute haben schon Fotos von mir gemacht“, meinte Burdyug. Dass genau das passiert, dafür hat die Düsseldorferin gesorgt. Seit 12 Uhr stand sie in ihrem selbst zusammengestellten Kostüm auf einem Geländersockel am Mannesmannufer. Und dabei war sie gar nicht in japan-typischer Manga-Manier gekleidet. „Es ist eine eigene Kreation und angelehnt an Figuren in postapokalyptischen Filmen und hat Steampunk-Elemente“, verrät Burdyug. „Ich habe Vieles selbst gemacht, das gibt es nicht so einfach im Laden zu kaufen.“

Sowieso dürfte es keinen anderen Ort auf der Welt geben, an dem am heutigen Samstag so viel fotografiert wurde, wie am Rheinufer zwischen Reuterkaserne und der Landtagswiese. Der Japantag lockte drei Arten von Besucher an: 1. die, die sich fotografieren ließen, 2. die, die fotografierten und 3. die, die zum Flanieren, Schauen und Staunen gekommen waren. Weil es eben viel Außergewöhnliches zu sehen gab, kamen erneut mehrere hunderttausende Besucher ans Rheinufer. Nicht nur Düsseldorfer nutzten die Gelegenheit die 90 Stände mit japanischen Gütern, Nahrungsmitteln, Informationen über das historische und aktuelle Japan, mit Sprachkursen und Mitmach-Aktionen wie Origami (Papierfalten), Ikebana (Blumen arrangieren), Schriftzeichen-Kalligraphie oder Manga-Zeichnen aufzusuchen. Der Japantag ist und bleibt ein Besuchermagnet für das Düsseldorfer Umland, ganz NRW und sogar Ausland. „In meiner Gruppe sind auch welche aus der Schweiz gekommen“, meinte „Two Hands“. Er gehörte zu der Gruppe, die sich fotografieren ließ, denn der 30-jährige aus Bonn hatte sich in einen Charakter der Computer-Spielserie „Touhou“ verwandelt.

Nicht Wenige betreiben großen Aufwand, um beim Japan-Tag perfekt gekleidet zu sein. So ließ sich Sven Hafke aus Remscheid aus einem ein Millimeter dicken Stahlblech Schulterpanzer schmieden und eine Lederjacke im Mittelalterstil anfertigen. „Ich bin das erste Mal beim Japantag“, gesteht Hafke. „Da nehme ich das volle Programm mit.“ Also auch das Programm auf den unterschiedlichen Bühnen. Wo auch der „Rhein Kindergarten“, also die Kindertagesstätte der japanischen Gemeinde in Oberkassel mit ihrer Genki Gruppe auftrat. „Genki bedeutet so viel wie gesund, energisch, lebhaft munter“, erläutert Kita-Leiter Yoshinobu Sekiguchi. 31 Kinder zeigten dann auch eine lebhafte und muntere Gymnastik-Darbietung mit akrobatischen Elementen.

Viele Frauen ließen sich am Kimono-Stand des Japanischen Clubs Düsseldorf (JCD) in „fast-Japanerinnen“ umstylen. „Wir brauchen 20 bis 30 Minuten mit zwei Personen, um den Kimono anzulegen“, erläutert Olga Buth. Sie ist Mitglied in Hiyorikai, der Kimono-Abteilung des JCD. „Wir arbeiten in zwei Schichten mit je 50 Leuten. Aber wir werden des Andrangs nicht Herr. Wir haben nicht genug Kapazitäten“, so Buth. Die, die es geschafft hatten sich in das traditionelle japanische Gewand kleiden zu lassen, wurden, wie beim Japantag nicht anders zu erwarten, fotografiert.

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