Düsseldorf: Betriebsräte sorgen sich um Jobs in Mobilfunkbranche

Betriebsräte in Düsseldorf : Sorge um Jobs in der Mobilfunkbranche

Die Konzernbetriebsräte von Telekom, Vodafone und Telefónica sind gegen verpflichtendes lokales Roaming. Sie befürchten, dass der Druck in den Unternehmen steigt, wenn sie ihre Netze für andere Anbieter öffnen müssen. In der Region arbeiten 16.000 Menschen für die drei Anbieter.

Angesichts der politischen Debatte über den 5G-Netzausbau in Deutschland sorgen sich Mitarbeiter der Mobilfunkbranche um ihre Arbeitsplätze. Im Fokus stehen die möglichen Auswirkungen eines verpflichtenden lokalen Roamings, wie die Betriebsräte von Vodafone, Telekom und Telefónica Deutschland am Freitag bei einem gemeinsamen Termin in Düsseldorf berichteten. Insgesamt arbeiten bei den Unternehmen in der Region nach ihren Angaben rund 16.000 Mitarbeiter.

Die Regierungskoalition will Unternehmen dazu verpflichten, ihre Mobilfunknetze in bestimmten Regionen für andere zu öffnen – gegen von der Bundesnetzagentur festgelegte Gebühren. Damit soll verhindert werden, dass nach dem Aufbau des schnellen 5G-Netzes Funklöcher bleiben. Die Arbeitnehmer fürchten, dass dadurch in ihren Unternehmen weiterer Druck auf die Umsätze und Margen entsteht. Wenn die Anbieter ihre Netze künftig „zum Selbstkostenpreis“ öffnen müssten, gehe das zu Lasten der Einnahmen – und damit letztlich auch der Beschäftigten, sagte der Vorsitzende des Telekom-Gesamtbetriebsrates, Josef Bednarski. Zudem würden weitere Investitionen verzögert oder verhindert.

An dem Gesprächstermin nahmen auch Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) und die Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten Andreas Rimkus (SPD), Thomas Jarzombek (CDU) und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) teil.

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