Düsseldorf-Wersten: Kostenloses Fitness-Training im Stadtteilgarten

Wersten : Fitnesstraining im Stadtteilgarten

Die Stadt hat das beliebte kostenlose Angebot „Sport im Park“ ausgeweitet. Nun können Anfänger und Geübte auch im Elbroichpark in Holthausen und im Werstener Park mitmachen.

Er ist kein Rockstar und doch hat Gian Piero Martina so etwas wie „Auftritte“ und „Groupies“. Ein Groupie jedenfalls, denn Tatjana de Heer bezeichnet sich selbst so. „Ich war bei Gian Piero auch schon im Dreherpark in Gerresheim. Ich reise Gian Piero quasi hinterher. Überall wo er seine Übungsstunden anbietet, bin ich dabei“, verrät de Heer. Martina ist Personal-, Rücken- und medizinischer Fitnesstrainer und stellt seine Kenntnisse bei „Sport im Park“ zur Verfügung.

„Sport im Park“ ist ein unverbindliches und kostenloses Gesundheits- und Fitnesstraining für Untrainierte ebenso wie für Sportliche aller Altersgruppen. Das Projekt richtet sich an Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Die Angebote werden im Auftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf von qualifizierten Trainern durchgeführt. Das Training dauert jeweils circa eine Stunde und findet bei jedem Wetter statt – auch in den Schulferien und an Feiertagen.

Seit einigen Jahren organisiert das Sportamt der Landeshauptstadt das Fitnesstrainingsangebot für alle. In dieser Saison ist auch der Stadtteilgarten Wersten als Standort dabei und Martina als Trainer dort. „Man braucht keinerlei Vorerfahrung im Sport, jeder kann kommen und mitmachen“, sagt Martina. „Es ist meine Aufgabe, das Training so zu gestalten, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten mitmachen kann.“

Bei einigen Übungen verschiebt sich das individuelle Zeitgefühl. So wie bei der Stärkung der Bauchmuskulatur. Da werden 30 Sekunden Übungszeit extrem lang. „Ich habe kein Stöhnen gehört. Das war wohl zu leicht für euch“, frotzelt Martina. „Oder aber, ihr hattet keine Energie mehr fürs Stöhnen.“ Das Lachen aus der Runde zeigt, dass doch noch Energie vorhanden ist. Grund genug für Martina noch eine Schippe draufzulegen. „Wir werden jetzt Bahnbrechendes vollbringen und von 30 auf 40 Sekunden erhöhen“, fordert der Trainer. Da kommt das Stöhnen schon vor Übungsbeginn. Doch lumpen lässt sich niemand. Alle lächeln motiviert, als sie wieder in die Rückenlage gehen und die Beine anheben. Der stetige Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung bietet immer wieder Zeit, um tief durchzuatmen, und dem Trainer, um die nächste Übung anzusagen. „Liegestütz ist die beste Übung der Welt für den ganzen Körper“, verrät Martina. „Wenn man es richtig macht.“ Und dass es richtig gemacht wird, darauf achtet der Trainer. Auch darauf, dass sich niemand übernimmt. „Deshalb wähle ich gerne Übungen, die man in unterschiedlicher Intensität durchführen kann, so dass alle dasselbe machen und es doch im Schwierigkeitsgrad graduelle Unterschiede gibt“, erläutert Martina. „Es ist nicht das Ziel, Leistungssport zu betreiben, sondern durch regelmäßiges moderates Training den Fitnessgrad allmählich zu verbessern.“

Die Stimmung der Sportler im Park ist gut. „Es ist anstrengend, aber es macht sehr viel Spaß“, verrät Eva Schmitz. „Wir gehen alle mit richtig guter Laune wieder weg.“

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