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TSV Bayer Dormagen: Jetzt fällt auch noch Marquardt aus

TSV Bayer Dormagen : Jetzt fällt auch noch Marquardt aus

Rückraumspieler des TSV Bayer Dormagen zieht sich einen Muskelfaserriss zu.

So richtig weiß Jörg Bohrmann nicht, womit er sich das eingebrockt hat: Nicht ein Mal hat der Trainer des TSV Bayer Dormagen bislang in einem Meisterschaftsspiel der Dritten Handball-Liga West das aufs Parkett geschickt, was man gemeinhin "Stammformation" nennt.

Vor dem morgigen Gastspiel (19.30 Uhr, Riesener Sporthalle) des Tabellenzweiten beim VfL Gladbeck kommt es nun knüppeldick für den Vorjahresmeister: Hatten die Dormagener beim eindrucksvollen 37:23-Sieg über die HSG Krefeld den Verlust des am Meniskus operierten Simon Ernst noch glänzend weggesteckt, fällt nun in Gestalt von Dennis Marquardt der nächste Leistungsträger im Rückraum aus — der 28-Jährige zog sich im Training einen Muskelfaserriss mit Einblutung in der Wade zu.

Was den ebenso wurfgewaltigen wie abwehrstarken Halblinken für mindestens zwei Wochen außer Gefecht setzt. Marquardt fehlt damit nicht nur in Gladbeck, sondern auch im für den Kampf um Meistertitel und Aufstieg so bedeutsamen Aufeinandertreffen mit dem punktgleichen Wilhelmshavener HV, das nun doch am ursprünglichen Termin (Sonntag, 24. November, 18 Uhr) im TSV-Bayer-Sportcenter ausgetragen wird.

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"Es ist schon bedauerlich, dass der Aufstiegskampf in dieser Saison vermutlich nicht auf dem Spielfeld, sondern durch die Verletztenliste entschieden wird", sagt Bohrmann schon leicht resigniert. Der frühere Bundesliga-Profi führt das auf eine Art Teufelskreis zurück: "Weil uns von Beginn an immer Spieler gefehlt haben, ist die Belastung für die anderen sehr hoch. Und durch diese hohe Belastung steigt dann bei ihnen die Verletzungsgefahr." Hinzu kommen die ebenso vielen angeschlagenen Akteure an der Basis, die nicht nur der Reserve und der Jugend zu schaffen machen, sondern auch verhindern, "dass wir wenigstens im Training unseren Kader ein bisschen auffüllen können", sagt Bohrmann.

Um die Flinte ins Korn zu werfen, dafür ist der 45-Jährige freilich zu sehr Kämpfernatur: "Wir müssen da jetzt durch. Unser Ziel muss sein, den Rückstand auf die anderen drei Top-Teams bis zum Beginn der Rückrunde nicht allzu groß werden zu lassen." Ob das morgen in Form von zwei Punkten gelingt, da ist er freilich skeptisch: "In Gladbeck wäre es selbst in Bestbesetzung nicht einfach geworden." Ein Wort, das Bohrmann ohnehin nur noch vom Hörensagen kennt.

(NGZ)