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Tsv Bayer Dormagen: Bohrmann: "Ausreden gibt es für uns keine"

Tsv Bayer Dormagen : Bohrmann: "Ausreden gibt es für uns keine"

Im ersten Spiel nach Ausfall des inzwischen erfolgreich operierten Simon Ernst erwartet Bayer Dormagen morgen Abend die HSG Krefeld.

Dormagener Bürger haben morgen Abend (gegen Vorlage des Personalausweises) freien Eintritt, wenn Handball-Drittligist TSV Bayer um 19 Uhr die HSG Krefeld im TSV-Sportcenter erwartet. Der Zeitpunkt scheint gut gewählt, können die Gastgeber vermehrte Unterstützung von der Tribüne durchaus gebrauchen. Schließlich müssen sie morgen erstmals auf ihren Regisseur und Haupt-Torschützen Simon Ernst verzichten, der inzwischen erfolgreich am Meniskus operiert wurde. "Alles gut verlaufen", weiß Jörg Bohrmann mit Blick auf den Junioren-Nationalspieler zu berichten, der wohl frühestens mit Rückrundenstart im neuen Jahr wieder auf der Platte stehen wird.

"Ein Ausfall, der schwierig zu kompensieren sein wird", sagt der Dormagener Trainer. Nichtsdestotrotz steht für ihn fest: "Ausreden gibt es für uns keine. Wir haben genug starke Leute im Kader, die in die Bresche springen können." Wie morgen seine Anfangsformation ohne ihren bisherigen Dreh- und Angelpunkt aussehen wird, möchte Bohrmann nicht verraten. Weniger wohl aus Geheimniskrämerei, "ich bin mir selbst noch nicht ganz sicher, wie wie anfangen", sagt der 45-Jährige. Was nicht unwesentlich damit zu tun hat, dass es neben dem Ausfall von Simon Ernst weitere Meldungen aus der Rubrik "Personalia" gibt: Rechtsaußen Peter Strosack, beim 25:25 in Gummersbach mit sechs Treffern erstmals bester Torschütze des TSV, liegt krank im Bett. Ob die während der Partie mit Fußverletzungen ausgeschiedenen Robin Doetsch und Markus Breuer heute mitwirken können, entscheidet sich kurzfristig: "Beide haben leicht trainiert, das müssen wir abwarten", sagt Bohrmann.

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Der sich zum Ausgleich freute, erstmals seit seinem Riss des Syndesmosebandes Anfang August Moritz Preuss im Training begrüßen zu können, auch wenn er mit Blick auf den Junioren-Nationalspieler am Kreis feststellt: "Ein Einsatz käme noch zu früh." Wobei er den 18-Jährigen in der Deckungsmitte — dort soll Jonathan Eisenkrätzer den Part von Simon Ernst übernehmen — gut gebrauchen könnte. Schließlich weiß er: "Gegen den starken Krefelder Rückraum mit Thomas Pannen, Niklas Weiß und vor allem Tim Gentges mit seinen unangenehmen Schlagwürfen müssen wir in der Deckung sehr kompakt stehen."

Das käme auch Sven Bartmann zugute — für den Dormagener Torhüter ist die morgige Partie eine ganz besondere, stand er bis zum Sommer doch noch zwischen den Krefelder Torpfosten und verließ die neu gegründete Fusion aus Bayer Uerdingen und Adler Königshof nicht unbedingt in beiderseitigem Einvernehmen.

Dormagener Bürger haben morgen Abend freien Eintritt. Olaf Mast wäre nicht nur deshalb ohne zu bezahlen ins Sportcenter gekommen, schließlich steht der 45-Jährige seit fünf Jahren bei den Krefeldern in der Verantwortung, erst bei Adler Königshof, seit zwei Jahren bei Bayer Uerdingen — wobei er mit Familie seit seinen aktiven Zeiten beim TSV (1992 sowie von 1997 bis 2000) in Stürzelberg wohnt. Während in Gestalt von Gerrit Kuhfuss ein weiterer Ex-Dormagener im HSG-Dress aufläuft, muss der Dritte im Bunde, Kreisläufer Michael Wittig, wegen einer Leistenverletzung passen.

(NGZ)