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TSV Bayer Dormagen: TSV fährt "ohne Druck" zum Verfolgerduell nach Hagen

TSV Bayer Dormagen : TSV fährt "ohne Druck" zum Verfolgerduell nach Hagen

In Ferndorf werden sie dieses Spiel mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgen: Wer das morgige Duell (18.15 Uhr, Enervie-Arena Hagen) zwischen dem VfL Eintracht Hagen und dem TSV Bayer Dormagen gewinnt, hat sich nach dem ersten Saisonviertel in der Dritten Handball-Liga West als schärfster Verfolger des allein noch ungeschlagenen Zweitliga-Absteigers aus dem Siegerland etabliert.

Jörg Bohrmann könnte diese Rolle gefallen. Doch der Trainer des TSV Bayer sieht den Tabellenzweiten morgen eher in der Rolle des Außenseiters: "Die Hagener gehören zu den Mannschaften, die sich enorm verstärkt haben", sagt er und denkt dabei vor allem an die Zweitliga-erfahrenen Simon Ciupinski (kam vom TV Korschenbroich), Mirko Szymanowicz (kam aus Rheinhausen) und Torhüter Stefan Nippes (kam aus Leichlingen), "und mit dem hohen Sieg in Düsseldorf haben sie rechtzeitig vor dem Spitzenspiel ein Ausrufezeichen gesetzt." Dort, wo sich die Dormagener eine Woche zuvor zu einem glücklichen 27:24 mühten, setzten sich die Hagener mit 38:21 (!) durch.

"Das ist schon ein Ausrufezeichen", sagt Bohrmann. Doch Bangemachen gilt nicht für den 44-Jährigen: "Natürlich ist Hagen der Favorit, zum einen wegen ihrer Qualität, zum anderen auch, weil sie zu Hause spielen. Aber weil wir unsere Hausausgaben gemacht haben, können wir da ganz ohne Druck hinfahren", sagt Bohrmann mit Blick auf die fünf Siege in Folge seit der Auftaktpleite gegen Ferndorf. "Selbst bei einer Niederlage fallen wir nicht aus dem Spitzenquartett heraus", hat er mit Blick auf die Tabelle festgestellt, in der sich die ersten Vier — Ferndorf (12:0), Dormagen (10:2), Hagen (9:3) und Wilhelmshaven (8:4) — bereits ein wenig abgesetzt haben. Trotz aller bisherigen Überraschungen übrigens genau jene Teams, die dort auch vor Saisonbeginn erwartet worden waren.

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Entspannt hat sich ein enig die personelle Situation: Janik Köhler soll möglicherweise heute Abend im Oberliga-Spiel der Bayer-Reserve (20.15 Uhr, TSV-Bayer-Sportcenter) gegen den SSV Nümbrecht einen ersten Test unter Wettkampfbedingungen absolvieren. Glückt der, könnte der aus Edewecht gekommene Rückraumspieler morgen "zumindest ein bisschen für Entlastung sorgen", hofft Bohrmann. Denn Dennis Marquardt hat mit seiner Oberschenkelblessur zwei Tage pausiert und ist danach erst wieder vorsichtig ins Training eingestiegen. Doch von Personalsorgen will Bohrmann gar nicht reden: "Das ist ein Spitzenspiel, und da freuen wir uns drauf."

(NGZ)