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Tsv Bayer Dormagen: Bohrmann rechnet mit einer kniffligen Aufgabe

Tsv Bayer Dormagen : Bohrmann rechnet mit einer kniffligen Aufgabe

Handball-Drittligist TSV Bayer Dormagen darf sich morgen beim VfL Gummersbach II nur wenig Fehler erlauben, ist der Trainer überzeugt.

Von der Tabellensituation her ist eigentlich alles klar: Der Zweite (13:3 Punkte) ist beim Elften (6:10) zu Gast. Deshalb sagt Jörg Bohrmann vor dem morgigen Gastspiel des TSV Bayer Dormagen beim VfL Gummersbach II (17 Uhr, Eugen-Haas-Halle) ebenso eindeutig wie selbstbewusst: "Wir fahren da als Favorit hin und wollen dieser Rolle ach gerecht werden."

Doch gleichzeitig warnt der Dormagener Trainer davor, die Reise ins Oberbergische als Kaffeefahrt anzusehen: "Das wird eine knifflige Aufgabe. Gummersbach verfügt über viele junge, in der eigenen Akademie technisch sehr gut ausgebildete Spieler – da dürfen wir nur wenige technische Fehler machen." Denn die bestraft die Bundesliga-Reserve prompt mit Gegenstößen.

Was einfacher gesagt als getan ist. Denn Gummersbach spielt bevorzugt eine 4:2- oder 5:1-Deckung – beides Systeme, "die in der Liga nicht so häufig angewendet werden", weiß Bohrmann. Deshalb hat er seine Schützlinge unter der Woche intensiv auf diese Variante vorbereitet. Was ebenfalls einfacher gesagt als getan ist, "denn bei so einer Reservetruppe weiß man letztlich nie, wer tatsächlich aufläuft", sagt Bohrmann, "das erschwert die taktische Vorbereitung." Zur Disposition stehen bei den Gastgebern Tobias Schröter und Andreas Heyme, die mit dem Erstliga-Team heute Abend bei der HBW Balingen-Weilstetten auflaufen. "Wir müssen sehen, wie sie die Strapazen wegstecken", wird VfL-Trainer Georgi Sviridenko in "Oberberg Aktuell" zitiert. Der ansonsten in höchsten Tönen von den morgigen Gästen spricht: "Dormagen ist bislang das Beste, was ich in der Liga gesehen habe. Sie spielen enorm diszipliniert und variabel." Für den 50 Jahre alten Weißrussen, der vor dreieinhalb Jahren die HSG Düsseldorf zum Aufstieg in die Bundesliga führte und zugleich Nationaltrainer seines Landes war, steht deshalb fest: "Wir müssen schon 60 Minuten lang an unsere Leistungsgrenze kommen, wollen wir gegen Bayer auch nur eine kleine Chance haben." Einen Vorteil sieht er trotzdem auf seiner Seite: "Wir haben keinen Druck, sind Außenseiter und können deshalb befreit aufspielen." Fehlen wird ihm bei diesem Unterfangen auf jeden Fall Philipp Jaeger, der sich einer Schulteroperation unterziehen muss.

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Jörg Bohrmann stehen bis auf die Langzeitverletzten Moritz Preuss und Sebastian Damm alle Spieler zur Verfügung. Für zwei von ihnen wird die Fahrt ins Oberbergische zu einer Reise in die eigene Vergangenheit: Jo Gerrit Genz und Jonothan Eisenkrätzer trugen beide früher das Gummersbacher Trikot, bevor sie über die Zwischenstation TV Großwallstadt in Dormagen anheuerten. Was sie über die Partie bei ihrem Ex-Klub zu sagen haben, verrät das Duo im neuesten "Tribünentalk" auf der Internetseite des TSV Bayer Dormagen (www.tsv-bayer-dormagen.de).

(NGZ)