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DHC Rheinland: DHC: "Wie vor einem Neustart"

DHC Rheinland : DHC: "Wie vor einem Neustart"

Nach sechs Wochen Pause stehen die meisten Handball-Zweitligisten am Wochenende vor einem Neustart. Für den DHC Rheinland gilt das ganz besonders. Denn durch die Zugänge von Michael Hegemann und Mathias Lenz vom künftigen Spielgemeinschaftspartner HSG Düsseldorf hat sich das Gesicht der Mannschaft verändert.

Positiv, wie Richard Ratka nach den Eindrücken aus Trainingseinheiten und Testspielen urteilt: "Aber wirklichen Aufschluss kann nur der Ernstfall geben." Deshalb blickt er der heutigen Partie (20 Uhr, Arena Ludwigsburg) bei der SG Bietigheim ebenso gespannt wie voller Ungewissheit entgegen. Zumal die Gastgeber "im bisherigen Saisonverlauf ähnlich unberechenbar waren wie wir", sagt der DHC-Trainer, der neben den Ausfällen Bastien Arnaud und Ondrej Zdrahala um den Einsatz des grippekranken Dennis Szczesny bangt – zur Vorsicht ist Alexander Kübler gestern Mittag nach dem Abschlusstraining mit in den Bus Richtung Sinsheim geklettert, wo der DHC Zwischenstation macht.

Mit der Integration der beiden Neuen ist Ratka sehr zufrieden: "Bei Michael Hegemann, den ich ja schon lange kenne, hatte ich das auch nicht anders erwartet." Von dem 34 Jahre alten Ex-Nationalspieler dürfe niemand Wunderdinge erwarten, meint Ratka: "Aber er wird uns weiterhelfen, selbst vor allem in der Abwehr, aber auch mit dem einen oder anderen Tor, vor allem jedoch als Orientierungs- und Fixpunkt für die jungen Spieler. Das ist schon im Training deutlich zu merken." Seine Hoffnung: "Die gegnerischen Abwehrreihen werden sich stark auf Hegemann konzentrieren, das schafft Freiräume für die anderen. Die wollen wir nutzen, denn wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen – nach Möglichkeit auch das in Bietigheim."

Die Partie wird für den anderen Neuen eine ganz besondere: Mathias Lenz stand vier Jahre zwischen den Torpfosten der SG, die im Sommer seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängerte. Ob die nominelle Nummer zwei deshalb heute beginnt, darüber ist sich Ratka noch nicht klar: "Das ist eine schwierige Entscheidung, denn Jendrik Meyer hat im Training einen sehr guten Eindruck hinterlassen."

(NGZ)