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DHC Rheinland: DHC holt Hegemann und Lenz

DHC Rheinland : DHC holt Hegemann und Lenz

Ex-Nationalspieler Michael Hegemann und Torhüter Mathias Lenz vom Liga-Konkurrenten HSG Düsseldorf verstärken ab sofort Handball-Zweitligist DHC Rheinland – für Trainer Richard Ratka ein "Riesenschritt" auf dem Weg zur geplanten Spielgemeinschaft zwischen Dormagen und Düsseldorf

Ex-Nationalspieler Michael Hegemann und Torhüter Mathias Lenz vom Liga-Konkurrenten HSG Düsseldorf verstärken ab sofort Handball-Zweitligist DHC Rheinland — für Trainer Richard Ratka ein "Riesenschritt" auf dem Weg zur geplanten Spielgemeinschaft zwischen Dormagen und Düsseldorf

Gestern Abend absolvierten sie ihre erste Trainingseinheit mit den neuen Mannschaftskollegen, am Samstag, wenn Handball-Zweitligist Dormagener HC Rheinland zum Testspiel beim Liga-Rivalen TV Korschenbroich aufläuft, werden sich Michael Hegemann und Mathias Lenz wohl erstmals das neue Trikot mit dem DHC-Logo überstreifen.

Denn auch wenn der 34 Jahre alte Ex-Nationalspieler im linken Rückraum und der knapp acht Jahre jüngere Torhüter, der am kommenden Dienstag 27 Jahre alt wird, offiziell erst ab 1. Februar "Dormagener" werden, sind die beiden in Trainings- und Freundschaftsspielen bereits für ihren neuen Arbeitgeber spielberechtigt.

Dass damit aus "Düsseldorfer Jonges" Dormagener Jungs werden, sieht Heinz Lieven als Vorgriff auf die ab 1. Juli in Kraft tretende Spielgemeinschaft zwischen dem DHC Rheinland und der HSG Düsseldorf. "Wir wären doch verrückt, Spieler, die in unserem Konzept eine Rolle spielen, zu anderen Vereinen laufen zu lassen", sagt der Geschäftsführer des DHC Rheinland.

Und Angebote anderer Klubs sowohl aus Erster als auch aus der Zweiten Liga gab es für beide, sobald die Nachricht vom Insolvenzantrag des HSG-Stammvereins HSV Düsseldorf die Runde gemacht hatte in Handball-Deutschland, das bestätigen sowohl Michael Hegemann als auch Mathias Lenz. "Aber ich habe mich mit diesen Angeboten gar nicht viel beschäftigt, nachdem mir das Konzept der Spielgemeinschaft vorgestellt worden war", sagt Hegemann und verhehlt dabei nicht, dass auch die Person Richard Ratka eine wichtige Rolle gespielt hat: "Da wissen wir, mit wem wir es zu tun haben." Schließlich hat er mit dem aktuellen Trainer des DHC und künftigen sportlichen Chef des DDHC Rheinland schon in Düsseldorf, Gummersbach und Minden zusammen gearbeitet.

Ratka freut sich, mit den beiden Neuen zwei Schlüsselpositionen im aktuellen und künftigen Kader besetzt zu haben: "Hege ist genau der Führungsspieler, der uns bislang gefehlt hat, an dem sich unsere jungen Leute orientieren können." Und vom Ex-Bietigheimer Mathias Lenz erhofft er sich "mehr Konkurrenzkampf zwischen den Torpfosten." Ob im Gegenzug Dormagener (Nachwuchs-) Spieler auf die andere Rheinseite wechseln, steht noch nicht fest: "Wir müssen erst abwarten, was sich in Düsseldorf tut, auch in Sachen Insolvenz", sagt Ratka. Heinz Lieven stellt jedenfalls unmissverständlich fest, "dass es uns nicht darum geht, Düsseldorf zu schwächen, sondern die Region zu stärken." Es sei das Bestreben "und auch unser Interesse", den Spielbetrieb bei der HSG bis zum Saisonende aufrecht zu erhalten.

Hegemann und Lenz haben sich vertraglich bis Juni 2014 an den DHC gebunden. Wobei sich der Ex-Nationalspieler vorstellen könnte, auch nach Ende seiner aktiven Laufbahn am Projekt DDHC Rheinland mitzuwirken: "Ich finde diese Bündelung der Kräfte, basierend auf einer guten Nachwuchsarbeit, gut und richtig. Und ich möchte den Weg dorthin gerne mitgehen und mitgestalten".

(NGZ/rl)