1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: SPD: Dormagen braucht zweite Gesamtschule

Dormagen : SPD: Dormagen braucht zweite Gesamtschule

Die Bertha-von-Suttner-Schule in Nievenheim ist eine gute Schule – und so beliebt nicht nur bei Dormagenern, dass sie aus allen Nähten platzt. Regelmäßig verzeichnet Schulleiter Volkker Hansen Rekordanmeldezahlen.

Die Bertha-von-Suttner-Schule in Nievenheim ist eine gute Schule — und so beliebt nicht nur bei Dormagenern, dass sie aus allen Nähten platzt. Regelmäßig verzeichnet Schulleiter Volkker Hansen Rekordanmeldezahlen.

Die SPD in Dormagen hat daraus den Schluss gezogen, dass eine zweite Gesamtschule her muss, damit "die zahlreichen Ablehnungen der Schüler, die keinen Platz an der hiesigen Gesamtschule bekommen", so die SPD, künftig der Vergangenheit angehören. "Allen Schülerinnen und Schülern soll die Möglichkeit gegeben werden, diesen Weg des gemeinsamen Lernens zu gehen", so Birgit Burdag, die schulpolitische Sprecherin der SPD.

Die Gesamtschule integriere Schüler unterschiedlicher Begabungen und Herkunft und ermöglicht die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen. Dass die Kinder mehr Zeit für die individuelle Entwicklung haben, sieht auch die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Rotraud Leufgen als Vorteil an.

Sie ergänzt: "Unterschiedliche Abschlüsse können an der Gesamtschule erreicht werden, auch das Abitur." Die langjährige schulpolitische Sprecherin der SPD, Christiana Kemmerling, sieht auch jetzt ein Elternpotential, was für eine zweite Gesamtschule einsteht: "Es kann nicht sein, dass jährlich etwa 150 Familien eine Abweisung für die Aufnahme ihrer Kinder an der einzigen Gesamtschule Dormagens erhalten. Ich glaube nicht, dass die betroffenen Eltern dies länger stillschweigend hinnehmen werden."

Die SPD bedauere, dass die Jamaika-Koalition den Antrag abgelehnt hat, Mittel für eine Elternbefragung in den Haushalt einzustellen. "Eltern sollen endlich die Sicherheit haben, dass ihre Kinder einen Platz an einer Gesamtschule in Dormagen erhalten", meinen die Ratsfrauen Burdag und Leufgen.

(NGZ)