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Dormagen: Seniorenresidenz-Streit: Bürgerinitiative legt nach

Dormagen : Seniorenresidenz-Streit: Bürgerinitiative legt nach

Die Bürgerinitiative City-Smaragd kämpft weiter gegen die geplante Seniorenresidenz an der Langemarkstraße, die von der Jamaika-Koalition auf den Weg gebracht worden ist. In öffentliche Briefen an die Fraktionen und Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann hat die Initiative einmal mehr die Argumente aufgezählt, die gegen die Bebauung im innerstädtischen Bereich sprechen.

In den Briefen äußert die Initiative ihre Überzeugung, dass "offensichtlich immer noch eine Vielzahl der Menschen in Dormagen gegen eine Bebauung an dieser Stelle" sei. Die Bürgerinitative weiter: "Zur Zeit haben wir das Gefühl, dass die Mehrheit im Rat in diesem Punkt nicht unbedingt die Mehrheit in der Bevölkerung widerspiegelt." Aus diesem Grund werden die Fraktionen aufgefordert, eine Anwohnerversammlung zu diesem Thema einzuberufen. "Wenn sich dort eine Mehrheit für die Bebauung ausspricht, dann werden auch wir dies akzeptieren." Im Schreiben an den Bürgermeister finden sich die Argumente gegen die Bebauung. Neben der Kritik an der Beseitigung einer der letzten innerstädtischen Grünflächen befürchtet die Initiative, dass die nahen Kultureinrichtungen "aus lärmschutztechnischen Gründen" gefährdet sein könnten; zudem sei nicht gesichert, dass tatsächlich Senioren dort wohnen, die zudem kein grünes Umfeld mehr genössen.

Unterzeichnet hat die Briefe der stellvertretende Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) "in Vertretung" der bisherigen Sprecherin Gertrud Deutschländer, die "aufgrund der bisherigen Umstände zur Zeit keine weitere Kommunikation pflegen möchte." Lierenfeld war von Bürgermeister Hoffmann wegen seiner Parteinahme beziehungsweise sein Mehrheitsbeschlüssen in städtischen Gremien zuwiderlaufendes Engagement kritisiert worden (die NGZ berichtete). Lierenfeld hatte entgegnet, er vertrete eine persönliche Meinung und trete nicht in öffentlicher Funktion auf.

(NGZ)