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Dormagen: Katze gefesselt und verbrannt

Dormagen : Katze gefesselt und verbrannt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 19-jährigen Dormagener. Der bereits polizeibekannte junge Mann soll eine Katze gefesselt und angezündet haben. Der Besitzer des Tieres kam dem mutmaßlichen Täter auf die Spur.

Passanten machen am Mittwoch, 29. Juni, am Lavendelweg in Rheinfeld eine grausige Entdeckung. Im Gebüsch am Straßenrand finden sie den verkohlten Kadaver einer Katze. Das Tier war augenscheinlich gefesselt und mit Brandbeschleuniger angezündet worden. Der Maine-Coon-Kater verbrannte vermutlich bei lebendigem Leibe. Der Besitzer, er wohnt knapp 200 Meter von der Fundstelle entfernt, erfährt zwei Tage später, dass das sechs Monate alte Tier getötet wurde. Gegen einen jungen Mann aus der Nachbarschaft ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Der Besitzer selbst hatte die Polizei auf die Spur des Beschuldigten geführt. Er hatte eine Belohnung von 2000 Euro für die Ergreifung des Täters ausgesetzt.

12 000 Flyer und 20 Plakate mit dem Aufruf ließ der Geschäftsmann Aki V. (Name der Redaktion bekannt) drucken, aufhängen und verteilen. "Wenn da draußen so ein Verrückter herumläuft, dann muss dem schleunigst das Handwerk gelegt werden. Wer weiß, zu was der noch im Stande ist?", sagt er. Der nun Beschuldigte, ein flüchtiger Bekannter des Geschädigten, ist tatsächlich schon mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 19-Jährigen aktuell nicht nur wegen Tierquälerei, sondern auch wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen illegalen Waffenbesitzes.

Die Ermittlungen im Fall der getöteten Katze bauen auf die Zeugenaussagen zweier Bekannter des Beschuldigten auf. Die Männer hatten sich zunächst beim Katzenbesitzer gemeldet. Sie behaupteten, dass der 19-Jährige ihnen erzählt habe, dass er nach der Kirmes im Drogenrausch die Katze am Hals gefesselt und angezündet hätte.

Daraufhin stattete Aki V. dem jungen Mann einen Besuch ab. Er konfrontierte ihn mit den Anschuldigungen. "Der hat alles abgestritten und behauptet, die Zeugen wollten ihm nur eins auswischen wegen vermeintlicher Drogengeschäfte", sagt der Geschäftsmann. Er gab seine Informationen an die Polizei weiter. Auf der Wache bestätigten die Zeugen ihre zuvor gemachten Aussagen. Der nun Beschuldigte streitet die Tat nach wie vor ab. Augenzeugen der Tat gibt es keine, oder es hat sich bislang keiner gemeldet.

Auf dem "Fahndungsplakat" werden auch weitere Funde toter Katzen erwähnt. Laut Polizei bestehe zum aktuellen Fall aber kein Zusammenhang. "Es ist kein ,Serien-Katzenkiller' unterwegs", sagt Polizeisprecher Heinz-Willi Arnold.

(NGZ)