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Dormagen: Was jetzt im Garten zu tun ist

Dormagen : Was jetzt im Garten zu tun ist

Der heimische Garten muss vor dem ersten Frost für den anstehenden Winter gerüstet werden. Landschaftpfleger Ulrich Baumer erklärt, welche Pflanzen noch geschnitten und welche Zwiebeln schon in die Erde müssen.

Das Laub der Bäume färbt sich bunt, die letzten Herbstblüher zieren die Blumenrabatten. Noch sind die Gärten bunt, doch bevor der erste Frost kommt, gilt es Pflanzen und Beete winterfest zu machen. Ulrich Baumer, Natur- und Landschaftspfleger aus Dormagen weiß, was in den kommenden Wochen noch auf dem Gartenplan steht.

Baumer leitet den Haus- und Gartenbetrieb der Abtei Brauweiler. Der Fachmann rät: "Hecken und Obstbäume können jetzt noch geschnitten werden." Allerdings sollten die Pflanzen bis Ende Oktober nur so genannte Pflegeschnitte bekommen, um Vögel und andere Baumbewohner nicht zu gefährden. "Äste, die nach innen wachsen, sollte man rausschneiden", sagt Baumer.

Bei blühenden Gehölzen muss der Gartenliebhaber allerdings in der kommenden Saison mit eingeschränkter bunter Pracht rechnen: "Alles, was ich jetzt abschneide, kann im Frühjahr nicht blühen", so der Fachmann. Nadelbäume brauchen darüber hinaus nach einem Schnitt etwas Bittersalz an den Wurzeln. Wer seinen Garten neu anlegt, kann vor dem Winter noch Sträucher setzen. "Die Pflanzstelle sollte man dann aber mit Laub abdecken."

Braune Blätter, die auf Gehwegen stören, sind in Beeten nämlich ein guter Frostschutz. Auf dem Rasen darf das Laub aber auf keinen Fall liegen bleiben. Dort würde es anfangen zu schimmeln und das Gras schädigen. Laubhaufen bieten zudem ein perfektes Winterquartier für Insekten, die wiederum Vögeln im Winter als Nahrungsquelle dienen.

Das übrige Laub ist auf dem Komposthaufen gut aufgehoben. Damit sich das Material optimal zersetzt, können die Gartenabfälle vor dem Frost noch einmal umgesetzt werden. Vorsichtig sollte man allerdings zuvor prüfen, ob nicht schon ein Igel darin sein Winterquartier bezogen hat.

Schon jetzt sollte der Gärtner auch an die Gestaltung der Beete im kommenden Jahr denken. Denn dort wo im Frühjahr Hyazinthen, Narzissen oder Tulpen blühen sollen, müssen jetzt die Zwiebeln in die Erde. "Dabei gilt die Faustregel: Zwiebeln so tief in die Erde setzen, wie die Pflanze hoch wird", sagt Baumer.

Frostempfindliche Herbstblumen wie Dahlien sind im Keller gut aufgehoben. Die verblühten Stängel müssen abgeschnitten werden. Die Knollen gräbt man anschließend aus, trocknet und säubert sie vorsichtig.

Im Frühjahr können sie wieder in die Erde gesetzt werden. Sind im Herbst alle Arbeiten erledigt, kann sich der Pflanzenliebhaber auf das Wiedererwachen seines Gartens im Frühjahr freuen.

(NGZ)