Dormagen: Der neue Polizei-Chef von Dormagen

Dormagen: Der neue Polizei-Chef von Dormagen

Nach nur 17 Monaten gibt es einen Wechsel an der Spitze der Polizeiwache Dormagen: Für Achim Glaubitz, der nach Neuss wechselte, ist seit Montag der Erste Polizeihauptkommissar Michael Meyer Chef von rund 50 Mitarbeitern.

Nach nicht mal anderthalb Jahren hat Dormagen wieder einen neuen Polizei-Chef: Auf den 54 Jahre alten Achim Glaubitz folgt der 52 Jahre alte Michael Meyer. Der Wechsel an der Spitze der Dormagener Polizeiwache war nötig geworden, weil die Kreispolizei eine neue A 13-Stelle erhalten hatte, insgesamt gibt es 18 bei der Kreispolizei. "Für diese Stelle im höheren Dienst weist der Erste Polizeihauptkommissar Michael Meyer neben Bestbeurteilungen auch die entsprechende Besoldungsstufe vor", erklärte Landrat und Chef der Kreispolizeibehörde, Hans-Jürgen Petrauschke, den Grund des Wechsels.

Polizeihauptkommissar Achim Glaubitz hatte die Dormagener Polizeiwachen-Leitung im Januar 2012 übernommen — zu einem Zeitpunkt, als die Stelle zwar als "A 13 fähig" galt, aber noch keine Zuteilung erfolgt war. Das hat sich nun geändert. "Jetzt geben wir unseren Mitarbeitern die Chance auf die bessere Besoldung", betonte Petrauschke. Die Stelle war im Januar landesweit ausgeschrieben worden. Petrauschke bedankte sich bei Achim Glaubitz, der nun beim Führungs- und Lagedienst in leitender Funktion für die Polizeibehörde in Neuss tätig ist, für seine in Dormagen geleistete Arbeit. Auch der Dormagener Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann bescheinigte Achim Glaubitz gute Arbeit: "Die Stadt hat mit Achim Glaubitz und dessen Vorgänger Kurt Koenemann eine hervorragende Ordnungspartnerschaft geschlossen und sehr gut zusammengearbeitet, das wird sicher auch in Zukunft so sein", sagte Hoffmann gestern und hieß den neuen Polizei-Chef in Dormagen willkommen.

Neu ist die Wirkungsstätte für den 52-jährigen Neusser Michael Meyer nicht, hat er in seinen 34 Jahren als Polizist doch bereits zweimal auf der Wache in Dormagen gearbeitet: Nach der Ausbildung zum gehobenen Dienst war er in Dormagen tätig, drei Jahre lang war er Sachbearbeiter im Kriminalkommissariat. 1993 zog es ihn wieder zur Schutzpolizei. Nach einem Jahr als Wachdienstführer in Kaarst kam er bis 1995 als Dienstgruppenleiter zurück nach Dormagen.

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Fast drei Jahre lang hat Michael Meyer im Lagezentrum des Innenministeriums in Düsseldorf gearbeitet, bevor er am 1. Oktober 2001 wieder in den Rhein-Kreis Neuss zurückkehrte, wo er im Führungs- und Lagedienst der Kreispolizei in Neuss arbeitete, den er seit 2004 leitete. "Wegen seines technischen Verständnisses ist er seit 2011 Projektleiter für die Einführung des Digitalfunks in unserer Behörde", sagte der Landrat.

Für den neuen Polizei-Chef von rund 50 Mitarbeitern — inklusive der sechs Bezirksbeamten — gibt es zwei Wunsch-Jobs bei der Polizei: "Dienstgruppenleiter einer Leitstelle — das war ich lange — und Wachleiter wie jetzt in Dormagen."

Zieht man die Verweildauer auf einer Position bei der Polizei — "drei bis sechs Jahre" laut Petrauschke — in Betracht, sind schnelle Wechsel nichts Außergewöhnliches. Allerdings stellt Michael Meyer in Aussicht, auch länger in Dormagen zu arbeiten: "Ich möchte erfolgreich sein und dann auch zehn Jahre in Dormagen bleiben." Die Zahlen der Wache Dormagen seien gut, daran wolle er anknüpfen. "Ich möchte Konzepte entwickeln, wie wir die polizeiliche Präsenz noch sichtbarer für die Bevölkerung machen können, damit das subjektive Sicherheitsgefühl steigt", sagte Meyer.

(NGZ/top/url)
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