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Bruderschaft Stürzelberg: Sohn des verstorbenen Oberst stellt Film her

Bruderschaft in Dormagen : Sohn des verstorbenen Oberst stellt Jubiläums-Schützenfilm zusammen

Passend zum coronabedingt abgesagten Schützenfest in Stürzelberg gibt die Bruderschaft jetzt eine DVD heraus, auf der eine Dokumentation des Jubiläumsfestes von 2018 zu sehen ist – das letzte Fest von Oberst Stephan Manitz, der knapp fünf Monate darauf verstarb.

Als kurz vor Silvester 2018 der plötzliche Tod von Stephan Manitz nicht nur die Stürzelberger erschütterte, waren die Vorbereitungen für einen großen Wunsch des Stürzelberger Obristen bereits eingeleitet: Das Jubiläumsfest der St.-Aloysius-Schützenbruderschaft vor genau zwei Jahren zum 150-jährigen Bestehen war von Manitz’ Sohn Leon  und Fabian Kahl mit der Kamera begleitet worden. Denn Stephan Manitz wünschte sich eine Dokumentation mit Blick hinter die Kulissen des Festes, bei dem sich die Gemeinschaft der Schützen mit den Dorfbewohnern und Gästen auf besondere Weise zeigt. Jetzt ist daraus auch eine Erinnerung an sein letztes Schützenfest geworden.

Pünktlich zum Termin des coronabedingt abgesagten Stürzelberger Schützenfestes kann der 25-minütige Film als DVD über die Homepage der Stürzelberger Schützen (www.bs-stuerzelberg.de/dvd-bestellung) für zehn Euro bestellt werden, davon geht ein Euro an die Edelknaben, mit dem Rest werden die Kosten gedeckt. Die ersten 100 DVDs wurden für die Mitglieder bestellt, die sie am morgigen „Schützenfest-Sonntag“, 2. August, nach dem Feldgottesdienst, der um 9.30 Uhr am Schießplatz beginnt, erwerben können.

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Zwei Trailer sind von der Bruderschaft auf Facebook gestellt worden, die Videos wurden schon mehr als 2000 Mal angeklickt. Für die Doku haben die beiden Filmer das Königspaar Frank und Steffi Perle, Brudermeister Harald Lenden und die Regimentsführung um Stephan Manitz durch das Jubiläumsfest begleitet.

Durch seine Ausbildung hatte Leon Manitz erste Produktions-Erfahrungen gesammelt, so berichtet er auf der Homepage der Bruderschaft über die Doku, deren Postproduktion durch seinen Job und emotionale Berührtheit durch seinen verstorbenen Vater zwei Jahre gedauert hat. „So gibt es jetzt zumindest die Möglichkeit, sich die Stimmung von vor zwei Jahren nochmal ins eigene Wohnzimmer zu holen“, sagt Leon Manitz. Selbst kein Schütze, habe ihm die Doku noch mal vor Augen geführt, „wie viel Arbeit im Hintergrund abläuft, wie viel sich die Leute engagieren, und wie sehr der Schützenverein zum Erhalt unserer Dorfgemeinschaft beiträgt“, erklärt er: „Es ist eben nicht nur Feiern, sondern auch Gedenken an Verstorbene, Weitergabe von Werten und ein großes Miteinander.“ Das Jubiläum sei wie „ein Traum“ verlaufen, betont er: „Das Wetter war klasse, das Dorf war voll mit Schützen von Nah und Fern, und die Stimmung war jederzeit absolut positiv.“ Besonders in Erinnerung ist Leon Manitz die feierliche Stimmung beim Zapfenstreich geblieben: „Selbst während des Schnitts habe ich da immer wieder Gänsehaut bekommen.“