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Urlaub machen nach Corona: Immer erreichbar im Internet

Erreichbarkeit : Sonne, Strand und Videokonferenzen?

Corona hat bewiesen: Arbeiten ist in vielen Berufen von überall möglich – theoretisch auch aus dem Ausland. Werden digitale Nomaden also jetzt zum neuen Innovationstreiber in Unternehmen?

Endlich wieder reisen und die Welt entdecken: Für Digitalnomaden bricht eine neue Ära an. Was vor Corona schon ein aufstrebender Trend war, ist jetzt erfolgsversprechender denn je und gehört zukünftig wohl zur Normalität in der Arbeitswelt: Arbeiten ohne festen Arbeitsplatz – wann man will, wo man will. Die einzige Bedingung ist lediglich der Zugang zu schnellem Internet.

Corona hat gezeigt, dass viele Menschen von überall arbeiten können und dass auch eine Zusammenarbeit in virtueller Form gut funktionieren kann. Viele überlegen deshalb, ihren Arbeitsplatz (und temporären Wohnsitz) jetzt ans Meer oder aufs Land zu verlegen. Besonders beliebt waren vor Corona noch Thailand, Indonesien oder Australien. Mittlerweile buhlen aber auch Europäische Destinationen um die Digitalnomaden, z.B. mit eigenen Visa oder erheblichen Steuervorteilen.

Das Arbeitsmodell ist jetzt nicht mehr nur attraktiv für Freiberufler und Selbstständige, sondern kann auch interessant für Arbeitgeber und -nehmer sein. Die allgemeine Akzeptanz der neuen Arbeitskultur ist in vielen Firmen durch das notgedrungene Homeoffice gestiegen. Durch den neuen flexiblen Arbeitstrend wird nicht nur die Diversifizierung in Unternehmen vorangetrieben. Menschen haben die Möglichkeit, aus ihrer gewohnten Büroumgebung herauszukommen und Länder, Kulturen und Menschen kennenzulernen, was ein offeneres Weltbild fördert und zu neuen Ideen und unternehmerischen Ansichten führt.

Davon können insbesondere international agierende Unternehmen profitieren. Kann man sagen, dass das digitale Nomadentum zum neuen Innovationstreiber in Unternehmen wird? Sicherlich lässt sich noch nicht jeder Job als Digitalnomade machen und nicht überall ist das gegenseitige Vertrauen im Team so groß, dass die räumliche Entfernung voneinander langfristig funktionieren würde. Mehr Mobilität und Flexibilität werden aber zunehmend die Arbeitswelt einnehmen und wir können dadurch reflektierter und vielleicht auch zufriedener werden.

Unsere Autorin ist Start-up-Gründerin und Sprecherin der Initiative NRWAlley. Sie wechselt sich hier mit Blogger Richard Gutjahr ab.