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Gregg Popovic prangert Rassismus an - Tod von Floyd für Weiße „beschämend“

Tod von Floyd für Weiße „beschämend“ : Spurs-Trainer Popovic prangert Rassismus an

Basketball-Trainer Gregg Popovich hat erneut seine Stimme gegen Rassimus und Polizeigewalt erhoben. Der 71-Jährige ist der Meinung, dass gerade die weiße Bevölkerung für Veränderungen engagieren müsse.

Basketball-Trainer Gregg Popovich empfindet „als weißer Mensch“ den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd „beschämend“. Dies sagte der langjährige Coach der San Antonio Spurs am Samstag (Ortszeit) in einem Video des NBA-Teams.

Floyd war Ende Mai in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben gekommen. Minutenlang hatte ihm ein Polizist das Knie in den Nacken gedrückt.

Es sei „beschämend“ für Weiße zu sehen, dass so etwas heute passieren kann: „tatsächlich ein Lynchen zu beobachten“. Aus Büchern kenne jeder die Beschreibungen und Bilder von „schwarzen Menschen, die an Bäumen hängen, aber wir haben es gerade wieder gesehen. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mit meinen eigenen Augen sehen würde, ganz real“, bekannte der 71-Jährige, der auch die US-Basketball-Nationalmannschaft trainiert.

Gerade die weiße Bevölkerung müsse gegen Rassismus eintreten und sich für Veränderungen engagieren. „Wir müssen es tun“, forderte Popovich. „Schwarze tragen diese Last seit 400 Jahren“, meinte der Coach. „Der einzige Grund, warum diese Nation Fortschritte gemacht hat, ist die Beharrlichkeit, Geduld und Anstrengung der Schwarzen.“ Popovich hatte zuletzt auch US-Präsident Donald Trump für dessen Verhalten rund um die Proteste gegen Polizeigewalt in den USA scharf kritisiert.

(dpa/old)