Fortuna Düsseldorf: Andre Hoffmann freut sich auf Borussia Dortmund

Fortunas Innenverteidiger glaubt an Chance : Hoffmann freut sich auf Dortmund

Bei Fortunas 2:3 in Dortmund im Mai hätte der 26-Jährige fast den späten Ausgleich erzielt. Auch am Samstag sei beim BVB etwas drin, sagt Andre Hoffmann.

Seinen Schlaf stört die Szene inzwischen nicht mehr. Aber hin und wieder, so gibt Andre Hoffmann zu, denke er doch noch einmal an die Nachspielzeit von Fortuna Düsseldorfs bislang letztem Auftritt bei Borussia Dortmund zurück und ärgere sich dann kräftig. „Es wäre zu schön gewesen, wenn ich den Ball noch reingehauen hätte“, erinnert sich der Innenverteidiger, „und verdient wäre es allemal gewesen.“ Doch Manuel Akanjis Hintern war im Weg: Hoffmann zog aus der Drehung mit links ab, von dem auf dem Boden hockenden Dortmunder prallte der Ball ab und rutschte am Pfosten vorbei.

Wäre diese leichte Ablenkung nicht gewesen, hätte Hoffmanns Schuss exakt ins lange Toreck gepasst, und Fortuna hätte beim hohen Favoriten Borussia Dortmund ein 3:3 mitgenommen. So wie ein halbes Jahr vorher beim FC Bayern München – mit dem feinen Unterschied, dass die Düsseldorfer beim BVB nach Adam Bodzeks Platzverweis in der 82. Minute sogar in Unterzahl auf den Ausgleich drängten.

Doch obwohl es an jenem 33. Spieltag der Vorsaison nicht mehr zum Punktgewinn reichte, kann Fortuna viel Positives für ihr nächstes Gastspiel in Dortmund mitnehmen, das am Samstag um 15.30 Uhr ansteht. Sollte es ihr gelingen, mit ähnlich viel Mut und ähnlich großem Selbstvertrauen dagegenzuhalten wie am 11. Mai, dann wäre sie auch diesmal nicht chancenlos.

„Wie wir in diesem Spiel noch zurückgekommen sind nach einem 1:3-Rückstand, das war schon groß“, sagt Hoffmann. „Wir sind von der ersten Minute an sehr mutig aufgetreten, haben nicht so tief gestanden wie viele andere Mannschaften, das in Dortmund tun.“ Das müsse auch am Samstag die Grundidee sein. „Natürlich geht es darum, hinten gut zu stehen, aber wir müssen auch versuchen, dem BVB mit Nadelstichen wehzutun, wie wir das im Mai getan haben. Wenn wir 90 Minuten tief stehen, werden wir Probleme kriegen.“

Viel wird dabei von ihm selbst abhängen, denn wegen Kaan Ayhans Gelbsperre muss Hoffmann die Spieleröffnung noch stärker in die Hand nehmen. „Schade, dass Kaan gesperrt ist. Gerade für ihn als Schalker ist es in Dortmund immer ein besonderes Spiel“, erklärt der 26-Jährige. Eine Systemänderung gegenüber dem 1:1 in Sinsheim müsse das aber nicht zwangsläufig bedeuten. „Es hat mit drei Innenverteidigern zuletzt sehr gut gepasst, da sind wir vielleicht einen Tick stabiler“, meint Hoffmann. „Der Trainer wird sich seine Gedanken machen, aber möglich ist es auch ohne Kaan: Wir haben ja noch Robin Bormuth.“

Etwas ausrechnen tun sich die Düsseldorfer in jedem Fall, ganz unabhängig vom Spielsystem. „Wir brauchen einen Top-Tag, klar, aber warum sollen wir den nicht erwischen?“, fragt der Innenverteidiger. „Und so richtig gefestigt sind die Dortmunder derzeit nicht.“ Beim Versuch, das auszunutzen, kann Hoffmann auf Unterstützung auf den Rängen zählen. „Ich bin im Ruhrpott groß geworden und habe viele Dortmund-Sympathisanten in der Familie. Für sie habe ich einige Karten organisiert für Samstag.“ Und dieses eine Mal sind sie dann auch eher Hoffmann- und Fortuna-Sympathisanten.