Fortuna Düsseldorf II: Barkok und Ofori wirbeln in Wuppertal

Starke Profi-Leihgaben : Barkok und Ofori wirbeln in Wuppertal

Die beiden Mittelfeldspieler überzeugen beim 3:0-Sieg von Fortunas Regionalliga-Team im Bergischen Land. Auch Torwart Okoye zeichnet sich mehrfach aus.

Aymen Barkok ist einer der ersten, die sich ins Warme retten. Draußen bewegen sich die Temperaturen schließlich nur knapp über dem Gefrierpunkt. Also huscht der 21-Jährige nach dem Schlusspfiff rasch in den Bauch des Stadions am Zoo. Merklich zufrieden – mit der Partie und mit sich. Denn in den vorangegangenen knapp zwei Stunden ist der Mittelfeldspieler trotz der Kälte so richtig heiß gelaufen. Mit einer bärenstarken Vorstellung und einem wunderbar herausgespielten Tor hat die Profi-Leihgabe einen großen Teil zum 3:0-Sieg von Fortunas Regionalliga-Fußballern beim Wuppertaler SV beigetragen.

Doch Barkok ist auch deshalb glücklich, weil er sich nach seiner Schultereckgelenksprengung allmählich wieder zurückkämpft. Bereits vor Wochenfrist hatte die Leihgabe von Eintracht Frankfurt die „Zwote“ in der Partie gegen die Sportfreunde Lotte (0:1) verstärkt. „Ich gebe Vollgas“, betonte der 21-Jährige nach dem Erfolg im Bergischen Land. „Ich war drei Monate weg, das reicht auch.“ Trainer Nico Michaty hatte Barkok auf der Doppelsechs neben Enrique Lofolomo aufgeboten, doch der Deutsch-Marokkaner war nahezu auf dem gesamten Feld zu finden. Mal auf dem Flügel, mal vor dem Wuppertaler Strafraum.

Gemeinsam mit Kelvin Ofori, der sich im Bundesliga-Team bislang nicht durchsetzen konnte und erstmals für die „Zwote“ zum Einsatz kam, drückte Barkok dem Spiel seinen Stempel auf. Er initiierte etliche Angriffe, ließ seine technische Raffinesse in nahezu allen Aktionen aufblitzen, legte Oforis frühen Führungstreffer nach zehn Minuten auf und erzielte das 2:0 wenig später selbst. Wohlgemerkt nach einem sehenswerten Doppelpass mit Max Wegner.

Lediglich das dritte Tor fiel ohne Zutun des 21-Jährigen – aber ebenso ansehnlich: Kevin Hagemann hatte gegen seinen Ex-Klub („Ich habe mich in Wuppertal sehr wohl gefühlt und hänge emotional noch am Verein“) Shinta Appelkamp nach einer plötzlichen Tempoverschärfung mit einem klugen Pass freigespielt. „Alle Treffer waren wunderschön herausgespielt“, sagte Trainer Michaty. „Da ist unsere Qualität zum Tragen gekommen.“

Insgesamt harmonierte allen voran die Offensive der Flingerner prächtig, obwohl Barkok und Ofori kaum Eingewöhnungszeit bekamen. Doch die Frankfurt-Leihgabe hatte dafür eine Erklärung. „Manche Jungs trainieren ab und zu bei den Profis mit, deshalb kennt man sie“, sagte Barkok. Und Hagemann ergänzte im Hinblick auf den 21-Jährigen und Ofori: „Das ist ein Instinkt. Die beiden wissen, was sie machen.“

Allerdings überzeugte nicht nur die kreative Schaltzentrale, sondern auch Keeper Maduka Okoye. Wenngleich die Wuppertaler gegen eine gut sortierte Deckung der „Zwoten“ nur wenige Chancen kreierten, hatten die es dafür in sich. Doch Okoye hielt teilweise mit spektakulären Paraden seine Weste sauber. Auch das honorierte Coach Michaty. „Maduka hat hervorragend pariert“, lobte er. An einem Tag, an dem es aus Sicht der Flingerner wenig auszusetzen gab.

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