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Krefeld Pinguine: 0:3-Niederlage gegen Adler Mannheim

0:3-Niederlage in Mannheim : Bollwerk der Pinguine hält nicht Stand

Die Krefelder hielten ihr Auswärtsspiel beim Deutschen Meister Adler Mannheim mit einer starken Abwehrleistung lange offen, mussten sich aber mit 0:3 geschlagen geben. Am Sonntag steigt um 19 Uhr das vorletzte Saison-Heimspiel.

Mit einer grandiosen Abwehrschlacht und einem starken Oskar Östlund im Tor machten die Pinguine in der SAP-Arena dem Deutschen Meister Adler Mannheim vor 12.551 Zuschauern das Leben überaus schwer und mussten sich erst in der Schlussphase geschlagen geben. Mit einem besseren Überzahlspiel hätten die Krefelder wie schon beim ersten Saison-Gastspiel in der Kurpfalz erneut für eine Überraschung sorgen können. Dazu wurde ihr Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 höchst umstritten nicht anerkannt. Am Sonntag stehen die Schwarz-Gelben in dieser Saison zum vorletzten Mal auf eigenem Eis. Ab 19 Uhr sind die Nürnberg Ice Tigers in der Yayla-Arena zu Gast. Spieltags-Sponsor Wohnstätte Krefeld sorgt für ein Rahmenprogramm.

Die Pinguine hatten sich nach einem Mittagessen gegen 12.30 Uhr auf dem Weg zum vorletzten Auswärtsspiel der Saison gemacht. Die Plätze von Martin Schymainski und Laurin Braun blieben im Mannschaftsbus leer. „Schimmi“ war am Donnerstag in seiner gebrochenen Hand ein Nagel eingesetzt worden und Braun musste wegen eines grippalen Infekts passen. Der Außenstürmer hatte die Trainingseinheit am Morgen noch absolviert, fühlte sich aber nach Rücksprache mit der medizinischen Abteilung noch nicht für einen Einsatz bereit. Für ihn rückte Arturs Kruminsch in die Angriffsreihe mit Justin Hodgman und Grant Besse. „Wir treffen heute auf eine laufstarke Mannschaft, die auch gut auf den Körper spielt. Wir müssen von Beginn an bereit sein. In der Offensive werden wir nicht viel Zeit bekommen, wir müssen defensiv gut stehen und dann auf Konter lauern“, sagte Trainer Pierre Beaulieu kurz vor dem ersten Bully im Gespräch mit der RP.

Die Adler hatten nach vier Niederlagen in Folge gleich ihre Krallen geschärft und setzten die Pinguine mächtig unter Druck. Das Geschehen spielte sich in den ersten zehn Minuten fast nur im Krefelder Drittel ab. In der fünften Minute handelten sich die Schwarz-Gelben eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis ein. Nach dem Östlund noch gegen Rendulic und Desjardins mit tollen Paraden einen Rückstand verhindern konnte, musste er sich fünf Sekunden vor Ablauf der Strafe gegen einen platzierten Schuss von Järvinnen ins lange Eck geschlagen geben. Eine Strafe in der zehnten Minute gegen Garret Noonan überstanden die Pinguine unbeschadet und kamen danach deutlich besser ins Spiel. Nach einem feinen Pass von Welsh hatte Alex Trivellato eine gute Ausgleichschance, sein Schuss blieb aber am Schläger eines Mitspielers hängen. Zwei Minuten später entschärfte Torhüter Dennis Endras einen strammen Schuss von Kruminsch. Eine Strafe gegen Welsh kurz vor Drittelende überstanden die Pinguine schadlos.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild. Das Geschehen spielte sich zu 90 Prozent vor dem Krefelder Tor ab. Doch das Bollwerk vom Niederrhein war nicht zu knacken. Für die Pinguine ergab sich dann bei ihrer ersten Überzahl die Chance zum Ausgleich. Doch das Tor von Endras geriet nicht in Gefahr. Sekunden vor der zweiten Pause erzielte Grant Besse dann doch das 1:1. Doch die Schiedsrichter erkannten den Treffer sofort nicht an. Jacob Lagacé soll Verteidiger Billins in Torwart Endras gedrückt haben. Die Schiedsrichter schauten sich die Szene  auf dem Video sehr lange an, blieben aber bei ihrer Entscheidung, obwohl Endras beim Schuss des Krefelders schon lange wieder in Position stand. Typisch für die DEL, denn die Unparteiischen geben sich selten die Blöße einer Fehlentscheidung, besonders Piechaczek.

Die Pinguine eröffneten das Schlussdrittel mit zwei Überzahlspielen, fanden aber kaum die Möglichkeit zu einem gefährlichen Abschluss. Ein Schuss von Jeremy Welsh blieb unter dem Arm von Endras hängen. Als dann Trivellato auf die Strafbank musste, fiel überaus unglücklich das 2:0. Ein Schuss von Smith am kurzen Pfosten prallte von Torsten Ankerts Kufe über die Linie. Als die Pinguine dann zum vierten Mal in Überzahl waren, starteten die Adler nach einem abgeblockten Schuss von Phillip Bruggisser einen Konter, den Krämmer mit einem schönen Treffer abschloss. Damit war die Vorentscheidung gefallen (52.). In der Schlussphase bemühte sich besonders Tim Stützle, das Talent aus dem Nachwuchs des KEV, einen Treffer zu erzielen. In der letzten Minute wurde er von Noonan gestoppt, der dafür noch eine Strafe kassierte.

„Wir haben uns vorgenommen, stabil zu stehen und die Mannheimer auszukontern. Leider hat es mit dem Toreschießen nicht geklappt. Wir sind Profis und werden die Saison ordentlich zu Ende spielen, danach haben wir Ferien“, sagt Trivellato nach dem Spiel.