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Krefeld Pinguine gewinnen Kellerduell gegen Schwenninger Wild Wings mit 3:2

3:2 nach Verlängerung : Pinguine gewinnen Kellerduell gegen Schwenningen

Die Krefelder gewannen das Heimspiel gegen Schwenningen mit 3:2 nach Verlängerung. Nur 2790 Zuschauer fanden an dem Kellerduell wenig Gefallen. Für nächste Woche Mittwoch ist ein Notartermin mit Mister X geplant.

Eine Werbung für DEL-Eishockey war das Kellerduell zwischen Krefeld und Schwenningen nicht gerade. Vor der Saison-Minuskulisse (2790 Zuschauer) boten beide Teams über weite Strecken Magerkost. Die beiden Torhüter waren die besten Akteure des Abends. Lediglich im ersten Drittel erweckten die Schwarz-Gelben den Eindruck, die Gäste vom Eis fegen zu wollen. Danach ließen sie viele Wünsche offen, besonders in Überzahl. Entsprechend mager war auch die Unterstützung von den Rängen. Es gab neben dem müden 3:2-Pflichtsieg nach Verlängerung noch eine positive Nachricht. Nachdem am Mittwoch im Handelsregister die Übertragung der Anteile der Energy Consulting an Dirk Wellen eingetragen wurde, soll am Aschermittwoch beim Notar die geplante Stammkapitalerhöhung (750.000 Euro) durch Mister X erfolgen.

Viel Applaus von den allerdings sehr dünn besetzten Rängen gab es bereits vor dem ersten Bully. Denn eine Reihe Legenden aus dem Alumni-Club des KEV betraten zusammen mit Stadionsprecher Kristian Peters-Lach das Eis, darunter Karel Lang, Christian Ehrhoff, Herberts Vasiljevs und Remy Wellen. Die sahen Pinguine, die in der Anfangsphase mächtig Druck machten und Schwenningens Torwart Strahlmeier unter Beschuss nahmen. Doch der stand wie ein Fels in der Brandung. Beinahe wäre auf der anderen Seite Oskar Östlund kalt erwischt worden. Doch er meisterte die erste Torchance der Gäste durch Cerny mit einer Glanztat (8.). Obwohl die Wild Wings fünf Spieler abgegeben haben,. konnten sie ihren Kader mit einigen jungen Spielern auffüllen. Dazu wurde mit Chris Hamilton ein Mentalcoach verpflichtet, der 2003 auch das Meisterteam der Pinguine unterstützte.

Als die Pinguine zum ersten Mal in Überzahl waren, erzielte Martin Schymainsky die lange überfällige Führung (13.). Kurz vor der Pause tauchte Philipp Kuhnekath alleine vor Strahlmeier auf, zielte aber über den Kasten. Besser machte es ein anderer Philip, nämlich Riefers, der kurz nach Wiederbeginn am langen Pfosten nach Pass von Jeremy Welsh zur Stelle war. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel fiel der Anschlusstreffer. Einen abgefälschten Schlagschuss von Weiß musste Östlund passieren lassen (27.). Der Treffer gab den Wild Wings Auftrieb. Torwart Östlund bekam plötzlich mehr zu tun, besonders als Alex Trivellato die erste Strafe der Pinguine kassierte. Die Hausherren hielt sich schadlos und ließen dann ihre nächste Überzahl verpuffen. Das überaus schwache Drittel endete mit einer Torchance für Travis Ewanyk, der aber an Strahlmeier scheiterte. Für mehr Unterhaltung sorgten die Pausenspiele mit Ehrhoff, Vasiljevs und Nachwuchsspielern des KEV.

Die Wild Wings eröffneten das Schlussdrittel mit einer Großchance für Bourke. Aber Östlund reagierte erneut glänzend. Die Pinguine taten sich weiter schwer, für eine Vorentscheidung zu sorgen. Nur für Kuhnekath ergab sich eine gute Einschussmöglichkeit, doch der sichere Strahlmeier war zur Stelle. Dann ergab sich für die Schwarz-Gelben zweimal in Überzahl die große Chance, den Sack zuzumachen. Doch stattdessen kassierten sie nach einem kapitalen Fehler von Justin Hodgman durch einen Shorthander das 2:2. Sekunden später vergab Chad Costello die erneute Führung. 86 Sekunden vor dem Ende kassierten die Schwenninger noch eine Bankstrafe. Trainer Pierre Beaulieu nahm seine Auszeit, aber ohne Erfolg. So ging es in die Verlängerung. Dort fand nach 24 Sekunden endlich ein Schlagschuss von Verteidiger Philipp Bruggisser den Weg ins Tor der Wild Wings.

Statistik:

Pinguine: Östlund - Ankert/ M. Schmitz, Noonan/Riefers, Trivellato/Bruggisser. – Saponari/Pietta/Costello, Besse/Hodgman/Braun, Lagace/Welsh/Schymainski, Ewanyk/Hospelt/Kuhnekath.

Schiedsrichter: Rantala (Neuss) / Hinterdobler (Bad Tölz).

Zuschauer: 2790.

Tore: 1:0 (12:41) Schymainski (Hodgman/Noonan - 5:4), 2.0 (21.06) Riefers (Welsh/Lagacé), 2:1 (27:00) Weiß (Brückner/Bourke),

Strafminuten: Krefeld 2, Schwenningen 10.