Zwei Deutsche rudern beim Klassiker Oxford gegen Cambridge

Duell der Elite-Unis : Zwei Deutsche rudern beim Klassiker Oxford gegen Cambridge

Achim Harzheim und Benjamin Landis sitzen beim legendären Duell zwischen den Elite-Universitäten Oxford und Cambridge im Boot der Oxforder. Die beiden Studenten gehen von einem Sieg aus.

Nur weil sein bester Freund etwas Neues probieren wollte, landete Achim Harzheim im Ruderboot. Sein Kumpel habe ihn überredet, "mal etwas auf dem Wasser statt im Wasser zu machen", weil er "keine Lust mehr auf Schwimmen hatte", sagte der 26-Jährige dem SWR. Harzheim ging mit, nun ist er einer der Protagonisten beim berühmten Boat Race, dem traditionsreichsten Ruder-Event der Welt.

Zusammen mit Benjamin Landis aus Heidelberg sitzt der Mainzer am Sonntag beim legendären Duell der Elite-Universitäten von Oxford und Cambridge auf der Themse im Achter der "Dark Blues" aus Oxford.

Harzheim, der im Bereich Physik promoviert, hat bereits erfolgreich an der traditionsreichen Ruder-Regatta teilgenommen. Nach dem Sieg mit Oxford im Wettkampf der Reservemannschaften 2017 greift er nun über 6779 m zwischen Putney und Mortlake nach dem Sieg im Hauptrennen zwischen den rivalisierenden Universitäten. Dabei geht er fest davon aus, dass er auch von seinem Studienwissen profitieren wird: "Rudern und Physik passen schon sehr gut zusammen, weil die Hebelwirkungen und physikalischen Kräfte natürlich eine große Rollen spielen."

Mit Tina Christmann (Hanau) ist auch im Achter der Frauen eine Deutsche dabei. Die 23-Jährige, die bei der U23-WM 2017 im Doppelvierer Bronze gewann, geht ebenfalls für Oxford an den Start. "Das ist schon alles sehr besonders und einzigartig. Alle Freunde und Bekannte aus Oxford kommen zum Rennen an die Themse, um zuzuschauen und anzufeuern", sagte Christmann auf der Homepage des Deutschen Ruderverbandes (DRV).

Im Vorjahr hatte der Hamburger Claas Mertens im Oxford-Boot das Rennen verloren. Seit 1930 liegt Cambridge im Duell der ältesten Universitäten des des Landes ohne Unterbrechung vorne, es steht 83:80 (ein Rennen endete ohne Sieger). Bei den Frauen baute im vergangenen Jahr ebenfalls Cambridge die Führung in der "ewigen" Bilanz auf 43:30 aus.

Die beiden Rivalen treten bereits seit 1829 beim "Boat Race" auf der Londoner Themse gegeneinander an. Mehrere Millionen Zuschauer weltweit verfolgen das Spektakel vor den Bildschirmen, im vergangenen Jahr waren dazu rund 250.000 Menschen an der Strecke.

(rent/sid)
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