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NRW will Zusammenarbeit mit Ghana und Südafrika fortsetzen

Entwicklungspolitik : NRW will Zusammenarbeit mit Ghana und Südafrika fortsetzen

Nordrhein-Westfalen will die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Ghana und der südafrikanischen Provinz Mpumalanga in diesem Jahr wieder aufnehmen. Dies teilte die für Eine-Welt-Politik zuständige Europaministerin Angelica Schwall-Düren (SPD) am Dienstag dem Landtag mit.

Wegen der Ende 2013 ausgelaufenen zwischenstaatlichen Vereinbarungen hätten die offiziellen Partnerschaften vorübergehend geruht. Allerdings sei sichergestellt worden, dass die begonnenen Förderprojekte weiter gingen. Zivilgesellschaftliche Organisationen hätten sich ununterbrochen vor Ort engagiert.

Schwall-Düren erklärte, dass Ghana über seine Botschafterin Akua Sena Dansua großes Interesse an der Fortsetzung der Partnerschaft mit NRW bekundet habe. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, künftig besonders bei den Themen erneuerbare Energien und berufliche Bildung zu kooperieren. Wie bei der vorangegangen Partnerschafts-Vereinbarung würden die Aktivitäten stark durch die Zivilgesellschaft geprägt.
Zudem habe die Landesregierung "als Zeichen der Verbundenheit" angeboten, dass die ghanaische Botschaft ihren Nationalfeiertag am 6. März 2015 in den Räumen der NRW-Landesvertretung in Berlin feiert.

Zugleich zeigte sich die Europaministerin zuversichtlich, dass NRW auch die Partnerschaft mit der südafrikanischen Provinz Mpumalanga fortsetzt. Die Landesregierung habe der Regierung des neu gewählten Premier David Mabuza vorgeschlagen, dass Ausgangsbasis für die Partnerschaft ein "klares Bekenntnis" zur Unterstützung der Arbeit der Zivilgesellschaft sein solle. Derzeit prüfe die Provinzregierung diese Vorschläge.

Einige Bundesländer unterhalten eigene entwicklungspolitsche Partnerschaften mit afrikanischen Ländern. Seit 1982 pflegt Rheinland-Pfalz eine so genannte "Graswurzelpartnerschaft" mit Ruanda.

(KNA)