Kommentar: Immer mehr Rechtsextremisten sind gewaltorientiert

Kommentar zum Rechtsextremismus : Klimawandel

Das Klima in Deutschland hat sich verändert. Es ist unbarmherziger geworden und hässlicher. Das ist kein Gefühl, keine Spinnerei, keine Panikmache. Es gibt eine Zahl dafür: 12.700. So viele Rechtsextremisten sind gewaltorientiert.

Diese Leute bewerten Menschen nach ihrer Zugehörigkeit zu einer Ethnie oder Nation. Und sie finden es okay, ihre Wert­urteile durch Gewalttaten zu bekräftigen. 12.700 – das sind gut 20 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Dieser Klimawandel ist schwer zu stoppen.

Es ist mühsam, nach Ursachen dafür zu suchen, aber notwendig. Das Spektrum des Sagbaren ist seit der Migrationskrise immer weiter nach rechts verschoben worden. Von Bürgern, Politikern und Medien. Was noch vor einiger Zeit als radikal galt, ist heute normal. Das lässt sich nur mühsam durch mutige Gegenrede zurück in die Mitte schieben. Menschen, die manchen ihre Menschenrechte absprechen, sind eine konkrete Gefahr für den Fortbestand der freiheitlichen Gesellschaft. Weil Worte zu Taten werden können. Man müsste freitags Schule, Uni oder Job schwänzen und für Grundrechte und Toleranz demonstrieren.

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